Bielefeld in Nöten

Es gibt manchmal Meldungen da weiß man nicht so recht ob man lauthals loslachen oder leicht amüsiert weiterlesen soll. Die bizarre Nachricht von der Google-Street-View-Verweigerung Bielefelds, welche übrigens, wie seit langen keine Meldung mehr in das Profilbild dieses Blogs hier passt, mag landauf landab zu eben solchen Schmunzel- und Heiterkeitsanfällen geführt haben.

.Die blauen Gebiete sind die unter Googles Kommando stehenden Streitkräfte, welche sich in ihrer unerbittlichen Entmysthifizierungsmission nun auch Bielfeld nähern. 

Doch sollte man sich angesichts der Vorgeschichte Bielefelds hier wirklich derart uanaufgeregt an diesen Landeier und ihrer possierlichen Selbstüberschätzung erfreuen? Nicht dass ich das Ansinnen Googles, allerorten Land und Leute ungefragt abzulichten und ins Netz zu stellen, kritiklos huldigen würde. Aber ausgerechnet Bielefeld?! Gibt es denn einen überzeugenderen Beweis für die Authentizität jener Verschwörungstheorie, welche sich seit längerem um Bielefeld rankt? Sieht man sich etwa ernsthaft gefährdet im bestgehütesten Geheimnis Westfalens? Musste man so handeln weil die technischen Möglichkeiten, die Existenz einer Stadt vorzugaukeln, nun eindeutig an ihre Grenzen gerieten?

Man könnte all dies sogar noch viel weiter ausbauen. Laut einer Theorie ist der Grund für die Bielefeldverschwörung jener, dass “Bielefeld als Tarnung für das Militärgefängnis ‘Bielefeld Bay’ von Microsoft eingerichtet wurde.” Hier müssen ca. ” 3500 Außerirdische an der Weiterentwicklung der Microsoft-Produkte sowie an der Konzipierung und Umsetzung von Kopierschutzsystemen arbeiten.” Obwohl dies einerseits zwar die Frage nach Leben, nicht aber nach Intelligenz im All beantwortet hätte, weitet sich angesichts dessen nichtsdestotrotz ein weiterer Horizont der Möglichkeiten: Die gegenwärtig nervendste Konkurrenz von Microsoft nähert sich mit Riesenschritten den vermeintlichen Geheimlabors des finsteren Softwareschergen. Nachtigall, ick hör’ dir trapsen.

Aber letztlich drängen sich selbst dem unbeindruckbarsten Zeitgenossen diese Fragen unweigerlich auf. Denn entweder es ist so oder es hat sich ein gar ein witziger Schildbürger in die Stadtverwaltung eingeschlichen. Oder aber in die der Bielefeldverschwörer. Knifflig, knifflig…

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