Frisch gelesene Bücher: Das Graveyard Buch

Ein kurzer Gang in die staubigen Archive dieses altehrwürdigen Blogs offenbarte, dass hier noch nie ein Buch des über alle Maßen geschätzten Neil Gaimans angesprochen wurde. Daraus folgt die deutlich erschreckendere Tatsache, dass ich seit nunmehr über sechs Jahren kein Buch mehr von ihm gelesen habe (Abgesehen von dem Feinsten was in der Welt der Comics, besser graphic novels, je geschaffen wurde – Sandman– hiervon gönne ich mir jedes Weihnachten ein Bändlein. Gleichermaßen entzückt wie besorgt, dass es irgendwann wohl mal ein Weihnachten ohne einen neuen Band geben wird.) So sei es hier vorangestellt, dass Neil Gaiman für mich zu der kleinen aber so kostbaren Gruppe an schöpferischen, noch lebenden Menschen gehört, die ich fanatisch verehre, da nahezu alles was von Ihnen kommt in mir eine Saite zum klingen bringt, die ich einfach gern höre.

In Neil Gaimans Fall hat er mein Herz mit Niemalsland
im Sturm erobert, American Gods
und Anansi Boys
waren Bücher, die zeigten das hier keine Eintagsfliege am Werk war. Seither habe ich Gaiman im Auge und bin hungrig nach jedem neuen Wurf des Meisters. Bücher wie das “Graveyard Buch” gehören natürlich ganz klar in die Kategorie Jugendbuch. Aber da die Jugend ja nicht mehr liest muss ich das übernehmen und kann nur sagen: Schade, schade, da habt ihr was verpasst.

Ein witziges Büchlein, welches ohne Etikette und vorhersehbare Affektiertheit vor dem Gruselthema ein witziges Szenario entwirft in dem ein kleiner Junge auf einem Friedhof von Geistern und anderen Untoten aufgezogen wird. Der sich ankündigende Konflikt mit den Lebenden wie die gesamte Grundstimmung waren mir ein Hochgenuss und werden hier dem halben Dutzend lesender Teens da draußen wärmstens ans Herz gelegt. Natürlich dürft ihr gern auch ein paar Jährchen älter sein… 

 

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