Frisch gelesene Bücher: Die Geralt-Saga II

Es ist endlich vollbracht – ich habe die letzte Seite der gewaltigen Pentalogie um den Hexer Geralt und die geheimnisvolle Ciri umgeschlagen und atme nun erstmal erschöpft auf. Ich möchte wenig dem hinzufügen was ich einst nach dem Genuss der ersten drei Bände schrieb. Außer vielleicht der der kleinen Berichtigung, dass es nicht sechs, sondern doch nur fünf Bände sind. Doch meines Erachtens reicht dies auch vollauf.

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Sapkowski schafft es mühelos Spannung und Neugier auf höchstem Niveau zu halten. Die Mischung von unberechenbaren Handlungsverlauf mit detailliert gezeichneten Nebenschauplätzen, liebevoll aufgebauten Charakteren und eleganten, ironischen Seitenhieben zieht sich ungehindert dahin. Anzumerken bleibt, dass es außerordentlich blutig wird. Die ausführlichen Schilderungen von Gewalt und Brutalität nehmen in ungeahnten Ausmaß zu. Die Turbulenz der Handlung führt bisweilen auch zu leichter Irritation und verwirrtem Innehalten, doch letztlich ergibt alles Sinn und man muss einfach seinen Hut ziehen vor dieser gigantischen, schöpferischen Leistung, die dem Aufbau eines solchen Universums innewohnt.

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Fazit: Respekt, Respekt und nochmals Respekt! Ich wiederhole meine Empfehlung mit Nachdruck. Die hier vorliegenden fünf Bände gehören definitiv zu dem besten was das Genre im Angebot hat. Jedoch muss ich meine Vermutung bestätigen, dass es Sinn macht, alle Bände in einem Rutsch zu lesen. Auch wenn es vielleicht ein wenig vermessen erscheint solide 2400 Seiten am Stück zu lesen – es soll Lebenssituationen geben, die so etwas ermöglichen. Bereuen wird man es in keinem Fall! 

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