Frisch gelesene Bücher: Metagame

Aus einer illustren Vielzahl an Gründen stolperte ich über diese Buch und ließ es mich schlussendlich sogar lesen. Einerseits wies mich der Interessenschnüffler amazon immer wieder darauf hin, dass mir dieses Buch doch gefallen müsste. Andererseits ließ mich einiges an den Eckdaten diese Buchs aufmerken. Hier hätten wir also ein Ergebnis des ambitionierten Verlagsprojekts aus dem Hause amazon. Amazoncrossing ist ein Verlagsmodell bei dem Amazon verschiedene Bücher, die noch keinen Verlag haben, sondern nur bei amazon als ebook erschienen sind, aufgrund der Kommentare und Bewertungen auswählt und zu kleinem Preis verlegt und in andere Sprachen übersetzt.In den USA ist Amazoncrossing mittlerweile zweitstärkster Lizenzeinkäufer ist, kommt das Projekt hierzulande erst langsam in Fahrt. Grund genug mal ein Buch aus jenem Portfolio auszuwählen. Als ich dann noch dazu erfuhr, dass der Autor, Sam Landstrom lange Zeit Dokumentationsentwickler bei Microsoft war, also zuständig für all die wunderfeinen Artikeln war, die uns die Zauberwelt von Microsoft erklären helfen sollten, stand die Entscheidung fest – das muss gelesen werden.

Letztlich war ich nach Genuss des Buchs aber dann doch ein wenig durcheinander. Ich komme bis zur Stunde nicht zu einem angemessenen Urteil. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, einiges nicht wirklich begriffen zu haben. Das mag zum großen teil an dem Umstand liegen, dass der Autor sich einer Sprache bedient, die aus dem Bereich der Compterspiele stammen. Schließlich ist dies auch Thema des hier entworfenen Szenarios. Es handelt sich hier keineswegs um eine vorsichtige Sci-Fi-Adaption einer möglichen Gamifizierung der Gesellschaft. Der Roman greift größer an: Wir befinden uns in einer sehr fernen Zukunft, in der sich alles ums Gaming dreht. Gaming ist nicht mehr bloß Unterhaltung und Ablenkung. Kein Zeitvertreib oder Spaß, sondern erbarmungslose und lebensgefährliche Arbeit.  Spielen hat die klassische Arbeit abgelöst, anstatt Dollars, Euros und Yen gibt es logischerweise Punkte und andere virtuelle Belohnungskategorien. Soweit so gut. Der Reiz sich eine solche Perspektive hat durchaus etwas für sich, dennoch empfand ich den Schreibstil als etwas zäh und manche Annahmen technisch weithergeholt oder schwer verständlich. Doch dies kann natürlich auch an mir und meinem mangelnden Verständnis für die Materie liegen. Spannend empfand ich es dennoch über weite Strecken und würde es relativ bedenkenlos weiterempfehen. Allein aus dem Grund, zu erfahren wie andere Leser mit diesem Buch klargekommen sind. 

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