Gutburgerliche Küche

Wie kann man das Täteräh des “Was-sind-wir-alle-frei-Geschnatters” am besten begehen? Selbstredend mit einem wirklich guten Burger. Bananen waren ja nie so meins. Doch die in den jeweiligen Hipsterzonen zu exzentrischster Perfektion heranreifende Kunst das Imperialisten-Sandwich in ungeahnte Geschmacksdimensionen emporzuheben, gehört zweifelsohne zu den eher erfreulichen Einheitserfahrungen.

Im Vordergrund der Hauptdarsteller des Abends: “Don Carlos” seines Zeichens ein BBQ-Burger mit Käse und “richtig viel” Fleisch. Zärtlich im Hintergrund frohlockend, die Süßkartoffel-Gespielen!

Daher also: Schiller-Burger. Das Original. Neukölln.

Vielfach gelobt waren hier in vorderster Linie die Süßkartoffel-Pommes. Und dies in der Tat zu Recht. Ich bin kein Freund von süßen Gerichten, dementsprechend bin ich mit jeglichen Produkten aus Süßkartoffeln nie wirklich warm geworden. Doch diese krossen, leicht gesalzenen Dinger – wirklich eine nette Idee. Dann zum Hauptdarsteller – Don Carlos. Der BBQ-Burger war ganz ausgezeichnet. Insbesondere das Brot war von einer Festigkeit wie ich es bei vielen Burgern vermisse. Schließlich wird das Brötchen ja auch in angegliederter Bäckerei selbstgemacht. Auch die anderen Burger (die Ziegenkäsevariante wurde aufgrund zuviel Käse bekrittelt) fanden Anerkennung und viel Hurra.

Ich fasse zusammen. Wie eingangs erwähnt, liegt die Messlatte in diesem kulinarischen Genre sehr hoch. Doch mit Schiller-Burger hat sich zweifellos ein neuer Kandidat um die Krone hervorgetan. Es bleibt weiterhin spannend.

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