Homestory einer Jahrhundertfeier

Es begab sich in den zarten Maitagen des Jahres 2009, dass sich mehrere Autos und auch ein paar Zugreisende hinauf ins ferne Mecklenburg bewegten um das letzte Lebensdrittel des abgöttisch verehrten Kaisers mit jeder Menge Buhei einzuläuten. Zwei Lämmer (“Hanni und Nanni”), 13 Kästen Bier, ein Schuppen Holz, delikate “echte” Thüringer Bratwürste, eine exellente Rindersuppe und ein überirdischer Grappa bildeten das spektakuläre Rahmenprogramm, welches Gäste wie Gastgeber von einer Ekstase zum nächsten Geschmacksorgasmus schleuderte. Das Mauerwerk aus dem Partyträume bestehen – der Gutshof des Kaisers! (ab und an schien auch die Sonne!) Ein Fahrplan der allen Beteiligten schnell klarmachte, dass sie hierzubleiben hatten.Bevor unsere ultimativen Ehrengäste übers Feuer kamen, durften sie über Nacht ein gepflegtes Entspannungsbad nehmen.Sodann machte sich ein, aus zahlreichen Pfählungsabenteuern gestähltes Konstruktionsteam an die Installation der Grillvorrichtung.Währenddessen durften sich die beiden noch ganz verschmust ihrem köchelnden Vollbad widmen.Ohne die elegante Kombination von Schuppenvernichtung und Kinderarbeit wären aber mit Sicherheit niemals die erforderlichen Temperaturen erreicht wurden. 

Das finale Entkleiden.Und der an Leckerheit in diesem Universum nicht mehr zu übertreffende Krustenbalsam.Und schließlich waren sie endlich auf dem Tisch.Monarchie nach unserem Geschmack. Stets hatte der Kaiser ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte des einfachen Volkes (“Hund! – Weg! – Arschloch!”). Und das obwohl das Fehlen von Sänfte, Mätressen und  Chorgesang die Stimmung ihro Majestät zurecht hätte trüben können.
So kennt die frenetische Begeisterung angesichts des nahenden Jubiläums ihres Potentaten bald keine Grenzen mehr und dem kollektiven Begeisterungstaumel sind Tor und Tür geöffnet. Manche dieser Türen werden alsbald verzückt in den Scheiterhaufen der Glückseligkeit geworfen. Und die Feierlichkeiten wollten kein Ende nehmen. Nachdem Huldigungen und Preisungen des engsten Hofstaats die Nacht zum Tage gemacht hatten, sah sich der Kaiser gezwungen am “Morgen” durch seinen Ländereien zu streifen und die nicht enden wollenden Gunstbezeigungen seiner Leibeigenen entgegenzunehmen.
Und auch wenn sich alle Menschenwesen in völliger Harmonie durch die Tage bewegten, ließen sich unsere vierbeinigen Freunde (“Hund! – Weg! – Arschloch!”) die Gelegenheit zu einer zünftigen Prügelei nicht entgehen.

Zum dominierendsten Ausspruch der Tage führt euch doch bitte dieses musikalische Leckerli der Herren von Faith No More zu Gemüte. Besonderer Ohrenmerk sollte auf die Sekunden zwischen 1:30 und 1:50 gelegt werden. 


Doch irgendwann ist jede Party mal vorbei und so bemühten Kaiser und König ihre müden Knochen herab und schauten mit Wohlgefallen auf das Erlebte zurück. Wir sehen uns beim Ochsen!* Für den Fall der Fälle: Entgegen meinen Angewohnheiten sind in diesem Beitrag Gesichter zu sehen. Wenn irgendwer, der hier abgebildeten Menschen dies nicht möchte, habe ich vollstes Verständnis dafür und würde es innerhalb von Sekundenbruchteilen entfernen. Also kontaktiert mich, sollte dem der Fall sein. Wenn jemand dagegen ein unverschämt geiles Foto hat, was er unbedingt hier sehen will, dann immer her damit. Es kann einfach nicht genug Bilder von Lämmern im Internet geben!** In erster Linie gilt mein Dank für die penible, bildliche Dokumentation dem Gelben Trikot von Sülten, Micha!

2 Gedanken zu „Homestory einer Jahrhundertfeier“

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