Im Zeuthenstand

Hier nun die Abrechnung des wöchentlichen Ausflugs. Wir waren vorgewarnt. Einige ortskundige Stimmen hatten gemahnt, dass Zeuthen nun wirklich nur was für Eigenheimfetischisten sei. Andererseits lag es im bezaubernden Südosten, eine Gegend die mir ja traditionell am Herzen liegt. Was hatten wir also zu riskieren?! Nun, der Publikumsmagnet war Zeuthen tatsächlich nicht. Einmal mehr zogen wir als überschaubares Duett mit Hundekavallerie in die Ferne.

Aufrichtig ratlos standen wir vor diesem Angebot. Mal im Ernst! Was wollen sie uns sagen, die Zeuthener Wirte?
Der wütende Kampf gegen die Geißel der Vorgartenharmonie – Hundescheiße – hatte bei vergangenen Ausflügen schon die eine oder andere Warnschild-Kostbarkeit in unseren Herzen getragen. Auch dieses ließ mal wieder kein Auge trocken!

Zeuthen empfing uns ohne jeglichen Charme und Anmut. Schnell war ein Ortskern ausgemacht. Hiernach gingen wir eine lückenlos zugebaute Uferstraße entlang. Begleitet von Hagel und Sonnenschein schafften wir es bis Schmöckwitz. Und ab hier wurde es dann auch richtig nett. Wir kehrten in ein riesiges Westernlokal ein und genossen die Absurdität in vollen Zügen.

Ohne Frage, ein Ausflugsziel der Extraklasse. 

Wir streckten die Beine aus und stürzten uns in munteres Geplänkel. Immer wieder unterbrochen von bizarren Gesangseinlagen unbekannter Countrygrößen. Unvermittelt gelangten wir zum Höhepunkt des Abends: Gilmore Girls – wir mögen sie beide! Wer hätte das gedacht?! Nach mehrstündigen, hysterischen Austauschens von Interna, Lieblingssprüchen und Synchrobugs standen wir kurz davor den 1. Schmöckwitzer Gilmore-Girl-Fanclub zu gründen. Ein unerwarteter Schalkesieg und eine pünktliche Straßenbahn brachte uns aber schnell wieder davon ab. Und so ging es wieder nach Hause.

Eifrig bejahend zogen wir heim. Mit der S-Bahn. Was der “Rasselbock” mit Berlin zu tun hat, wird bis auf weiteres sein reizloses Geheimnis bleiben.

Nächsten Sonnabend geht es nach Königs Wusterhausen. Diesmal mit versierter Führung durch einen wohlbekannten Einheimischen. Der kleine geile Troll gibt sich die Ehre!

Sonnabend, den 24.3., 13:00 an den S-Bahngeleisen des Alexanderplatzes

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