Potsdam

Ja, Freunde, Potsdam heißt das Ziel der Stunde. Eigentlich sollte das ja für sich selbst sprechen, doch Ansagen dieser Art führten in der Vergangeheit ja schon mal zu erschreckendem Publikumsschwund. Daher hier der Versuch eines kleinen Appetitmachers.

Aber was soll man zu der attraktiven Landeshauptstadt schreiben, ohne etwas zu unterschlagen oder allzu Bekanntes aufzuzählen?! Eine Stadt, welche in der Vergangenheit sehr unterschiedlich bewertet wurde: „Öde Kasernenstadt“ (Alexander von Humboldt) oder „Athen und Sparta, Feldlager und Garten Epikurs, Trompeten und Violinen, Krieg und Philosophie“ (Voltaire) – irgendwo dazwischen muss die Wahrheit wohl liegen. Eines steht in jedem Fall fest: nach solchen Siedlungswitzen wie Wartenberg oder Strausberg steht uns mit „Poztupimi“ (so die ursprüngliche, in meinen Ohren, um einiges reizvoller klingende Bezeichnung für die Stadt am Havelübergang) eine S-Bahnendstation mit Geschichte und Bedeutung bevor.

Ich verzichte im übrigen auf eine müßige Aufzählung wesentlicher historischer Eckdaten, kutureller Errungenschaften und anderer Höhepunkte. Schließlich haben wir dann noch ausreichend Zeit um Wünsche zu erfüllen und Fragen zu beantworten. Denn schließlich wird dieser Ausflug zusätzlich elegant von einem Konzert der Ausnahmegüte umrahmt. Um genau 21 Uhr werden die wagemutigen Entdecker der leicht melodischen Krachmusik, die Herren von VOLTRON, im Waschhaus zu Potsdam aufspielen. Also wenn das nichts ist, dann weiß ich auch nicht!

Doch bevor ihr euch frohgemut auf den Weg macht, möchte ich euch noch die Worte eines frühen Potsdamtouristen ans Herz legen. Im Jahre 1789 schrieb der geschätzte Mozart:

„Mein liebes Weibchen! Potsdam ist ein teurer Ort [..] So musst Du Dich bei meiner Rückkehr schon mehr auf mich freuen als auf das Geld.“

Also bringt Leergut zurück, ruft Mutti an oder geht ein bisschen arbeiten! In diesem Sinne – bis bald!

Sonnabend, 3.2.07, 13:00, an den S-Bahngeleisen des Alexanderplatzes

 

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