Sayid iacta est

“Sundown” heißt das neueste Blättchen, welches diese Woche von dem spärlichen Kostüm gezupft wurde hinter dem (hoffentlich) nichts anderes als die nackte Wahrheit wartet. Es handelt sich um eine Sayid-zentrierte Folge und ist in meinen Augen wiederum ein weiterer Schritt, der ohne gegebene Tatbestände in Frage zu stellen, konsequent der Kausalitätslinie folgt. Es ist ein wenig so als ob fünf Staffeln lang die Karten mit allen Finessen gemischt wurden wären, nur um sie nun endlich auszuteilen. Selbstverständlich spielen wir völlig blind, kriegen ständig auf die Finger geschlagen und können nicht mal davon ausgehen, dass überhaupt Karten im Spiel sind. Aber da wir keine andere Wahl haben, müssen wir uns auf das Spiel nach den Regeln dieser durchgeknallten Spinner einlassen, die für die ganze Sache verantwortlich zeichnen. Daher folgen wir also treu und atemlos den letzten Zuckungen eines großen Mysteriums. Jeder hat seine eigenen Vermutungen und Theorien, aber nicht die Kraft alle Knoten aufzuknüpfen. Daher sind wir besagten durchgeknallten Spinnern bedingungslos ausgeliefert. Doch gegenwärtig macht jedenfalls der Strom, welcher unaufhaltsam ins Auflösungsdelta strudelt, einen ziemlich zielgerichteten Eindruck.  Liebe Freunde des gewöhnlichen Spannungshüpfers im lostschen Sinne: Wird ein Mann durch eine solche Verletzung den natürlichen Gang alles irdischen Lebens antreten?! Klare Sache, oder?!Was aber gibt es nun an konkreten Ereignissen und überraschenden Wendungen in besagter Folge? Während der inselferne Handlungsstrang eher lahm vor sich hin läppert, geschehen auf der Insel entscheidende Dinge. Im Wesentlichen gehören all die schiefen Blicke, unscharfen Andeutungen und niedergemeuchelten Menschen zu dem großen Vorhaben des ominösen Jacob-Feinds seine Truppen zu sammeln und zur Entscheidungsschlacht aufzustellen. Warum er dies tut, wie er es hinbekommen will und wie wir die ganze Sache einordnen sollen, bzw. wie es Antworten auf all die restlichen Fragen geben soll…Fürchterliche, angsteinfößende Blicke im Moment der Erkenntnis. Immer mehr gelange ich angesichts solcher Momente zu der Meinung, dass sensible Gemüter Lost keiensfalls allein im Dunklen sehen sollten.
… wer möglicherweise ein wenig verdrängt hat, wieviel Fragen sich im Laufe der Zeit angesammelt haben, dem sei untenstehendes Video empfohlen, welches ich unlängst auf dem, im übrigen, sehr empfehlenswerten Blog von Hurley fand.

Kommentar verfassen