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Ratgeber: Reisen wie Gott in Georgien

„Als Gott das Land an die Völker verteilte, verspäteten sich die Georgier. Denn sie hatten den Abend zuvor wie üblich reichlich gesungen, musiziert, getanzt und das Leben im Allgemeinen voller Hingabe gefeiert. Zuerst zürnte der Herr, denn alles Land war bereits verteilt. Doch die Fröhlichkeit und der Charme der Vertreter dieses Volkes versöhnten ihn, und er schenkte den Georgiern den Flecken Erde, den er eigentlich für sich selbst vorbehalten hatte….“

Georgien – jenes über alle Maßen begünstigte Kleinod, umsäumt von den Hängen des Kaukasus und den Gestaden des Schwarzen Meeres befindet sich gegenwärtig nicht direkt im Auges des Massentourismussturms. Und obwohl ich dies ja an und für sich gut finde, bin ich dennoch der Meinung, dass dieses großartige Land und seine Menschen etwas mehr Interesse verdient hätten. Sicher, standen neben Unwissenheit, jede Menge Klischees und halbwissende Vorurteile eurer Reise nach Georgien bisher im Weg. Diese sollen nun mit einem weiteren Kompendium aus der Themenreihe “Schöneres Reisen für eine bessere Welt” beseitigt werden.

2015-09-22-12-41-16

Reiseland Georgien

Andere Wissensquellen: Der verfügbare Wissensstand zum Thema Georgien, nicht allein als Reiseland, kann mit besten Gewissen als dürftig beschrieben werden. Die landläufigen Reiseführer glänzen mit veralteten Plattitüden oder überschlagen sich mit redundanten Analysen der hiesigen Sehenswürdigkeiten. Im Netz findet sich als einzig brauchbare Anlaufstelle georgiano.de – hier findet sich reichlich Material für den wissbegierigen Individualtouristen. Kartenmaterial, Wanderrouten und andere nützliche und halbwegs aktualisierte Informationen sind hier im Angebot. Bei wikivoyage lassen sich zusätzlich auch ein paar grundlegende Informationen abstauben.

Einreise: Ungewohnte Einfachheit lässt die Reise schon von Beginn an geschmeidig starten. Sämtliche EU-Bürger und noch ein paar mehr (immerhin 94 Staaten) dürfen bis zu einem Jahr visumfrei einreisen. Es genügt der Personalausweis. Vorbildcharakter par excellence.

topographische-karte-georgien

Anreise: Lange galt Georgien zurecht als beschwerlich oder zumindest sehr kostspielig von Deutschland aus zu erreichen. Dank des Billigfliegers Wizzair gehören diese Zeiten aber seit geraumer Zeit der Vergangenheit an. Nach anfänglichen Direktflügen von Polen und Ungarn kann man seit kurzem auch von Schönefeld oder Dortmund für wenig Geld (hin&zurück ab €60) zu dem quasi eigens für diesen Zweck ins georgische Herzland gestampften Flughafen Kutaissi reisen. Daneben gibt es selbstredend auch nach andere Fluglinien wie bspw Ukrainian Airlines oder Air Baltic, die Georgien recht preiswert anfliegen.

Die Anreise auf dem Festland ob per Zug oder Auto ist zwar möglich, stellt aber aufgrund der Distanz eher den Weg als Ziel in den Vordergrund und nicht Georgien. Zu Bedenken sei hier zudem der Konflikt in der Ukraine, welcher die Nordroute nach Georgien etwas komplizierter gestaltet. Die Tour über die Türkei wäre hierbei erheblich vorzuziehen.

Ein absoluter Leckerbissen für den Reisegourmet stellt dabei noch eine andere Alternative dar. Von Illchiwsk (Odessa) bis Poti oder Batumi verkehrt einmal die Woche eine Fähre. In schlanken 60 Stunden könnte man auf derart einmalige Art und Weise das Schwarze Meer komplett durchkreuzen um so Georgien zu erreichen. In der Vierer-Kabine mit Außenklo für schlappe $95 zu haben. Funfact am Rande: das hier eingesetzte Fährschiff ist auf den bezaubernden Namen “Greifswald” getauft.

Herumreisen: Um es gleich vorweg zu sagen – infrastrukturell gesehen ist Georgien ein elendiglich nach Luft schnappendes Elend. Eisenbahnen verkehren selten und bedienen nur ein Minimum des Notwendigen. Der öffentliche Nahverkehr leidet unter offensiver Vernachlässigung und die Straßen zehren seit Jahrzehnten von der Substanz. Ergänzt man diese, per se schon ungünstige Gemengelage mit der feurig-selbstmörderischen Grundeinstellung der meisten aktiv am Verkehr beteiligten Georgier, so verspricht dies nichts Gutes. Grundlegend sei jedem potenziellen Georgienentdecker ans Herz gelegt, nicht allzu viel verschiedene Ziele während eines Aufenthalts anzusteuern. Die verhältnismäßig geringe Fläche (69.700 qkm) mag dazu einladen, doch es hat sich bewährt nach Anreise eines der verlockenden Ziele anzupeilen und dort jenseits der Straße auf Tour zu gehen. Mit mehreren Zielen innerhalb einer Woche zerstört man unnötig den einmal erlangten Erholungseffekt.

Kurz vor der russischen Grenze....
Kurz vor der russischen Grenze….

Die zur Verfügung stehenden Fortbewegungsmittel im einzelnen:

Eisenbahn – eine schüchtern im Hintergrund stehende Alternative. Hauptsächlich auf den Hauptrouten verkehrend und im Schatten der quirligen Busbahnhöfe liegend, kann ein Blick auf den Fahrplan nicht schaden. Da sie relativ selten verkehren ist es zumeist keine Alternative für den raschen Ortswechsel aber wenn Zeit vorhanden, eine Überlegung wert. Die Züge wirken recht gepflegt (im Gegensatz zu den Gleisanlagen) und die Preise liegen zum Heulen niedrig (Beispiel: Batumi-Kutaissi: 1 Lari (2016: 0,37 Cent). Speziell für Verbindungen nach der Anreise oder vor der Abreise bieten sich die das Land durchquerende Nachtverbindungen an.

Marschrutki: Dieser eingedeutschte Begriff ist auf dem gesamten Gebiet der Ex-Sowjetunion ein geläufiger Begriff für sogenannte Sammeltaxis, mit deren Hilfe prinzipiell fast jedes Ziel was an einer Straße liegt, erreicht werden kann. Das Prinzip ist denkbar einfach. Zwar gibt es im Groben so etwas wie Fahrpläne, welche aber eher als Orientierungspläne zu verstehen sind. Ein Marschrutka ist eher durch komplette Ausnutzung aller verfügbaren Sitzplätze zur Bewegung zu motivieren als durch so etwas wie eine abstrakte Abfahrtszeit. Hieraus resultierend ist ebenso, dass ein Marschrutka jederzeit und überall an der Straße herangewunken werden kann. Die Preise variieren in munterer Selbstbestimmung, bezahlt wird beim Aussteigen.

Taxis: Das Taxi kann als letzte Alternative in ausweglosen Situationen ebenfalls herangezogen werden. Verfügbar sind sie in den meisten Regionen, für Verhandlungen, ob Preis oder Ziel seien zumindest rudimentäre Russischkenntnisse anempfohlen.

Sprache: Der Kaukasus galt in der Antike als der “Berg der Sprachen”, Strabo spruch einst von nicht weniger als 70 Dolmetschern, die man benötigte um allein am Schwarzen Meer erfolgreich Handel zu betreiben. Derlei Vielfalt, so sie in diesem Ausmaß je bestanden hat, ist zwar längst Vergangenheit, doch die Zahl und Eigenheit der hiesigen Schriften und Sprachen weiß immer noch zu faszinieren. Neben Georgisch werden hier noch 23 Sprachen aus sechs verschiedenen Sprachfamilien gesprochen. Doch so sehr meine Leidenschaft für dieses Land auch erglüht, dem Ansinnen das Georgische auch nur halbwegs zu beherrschen, ist einem erschöpften Realitätsempfinden gewichen. Allein das scheinbar aus einem Fantasyroman entsprungene hiesige Alphabet lässt einen ehrfürchtig niederknien. So danken wir einmal mehr den verachtungswürdigen Triebkräften imperialer Expansionsbestrebungen in der Geschichte und verweisen auf die lingua franca des Kaukasus – Russisch. Auch wenn die Sehnsucht nach dem Westen offensichtlich ist, Russisch bleibt weiterhin die beste Sprache um sich zu verständigen. Speziell mit Menschen, die die Sowjetunion noch erlebt haben, ist dies eine mehr als ausreichende Verständigungsmöglichkeit. Bei jüngeren Menschen ist Englisch meist die Sprache der Wahl, wobei dank des miserablen Bildungssystems und geringer Anwendungsmöglichkeiten während der Transition dies eher schlecht als recht beherrscht wird. Auch Deutsch wird in gar nicht so wenigen Fällen gesprochen, mittlerweile soll Deutsch an georgischen Schulen gar Französisch als zweite Sprache abgelöst haben. Und wenn gar nichts mehr helfen sollte, kann irrwitzigerweise die geschätzte Weltsprache Polnisch einen Rettungsanker darstellen. Denn dank der eingangs erwähnten Billigfluglinie entdeckten in den letzten Jahren Polen Georgien in großen Scharen, was in Gastronomie und Tourismusgewerbe zu respektablen Sprachkenntnissen im Polnischen geführt hat.

Menschen: Unbestritten das Salz in der Suppe. Abseits jeder Verallgemeinerungen und sonstiger Über-den-Kamm-Schererei kann hier die Aussage getroffen werden, dass zwischen Großem und Kleinen Kaukasus ein ungemein herzlicher Menschenschlag lebt, der sich dabei stets unaufdringlich und galant um die Befindlichkeit seiner Gäste sorgt.

Selbst Wölfe im Schafspelz scheinen hierzulande nett zu sein.
Selbst Wölfe im Schafspelz scheinen hierzulande nett zu sein.

Selbst dem unerfahrensten Reisenden wird schon nach ersten Augenblicken seiner Georgienreise spüren, dass er hier wohl aufgehoben ist. Ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit ganz unerwarteter Güte. Dieses Gefühl wird dann auch statistisch bestätigt, weltweit steht Georgien aktuell auf Platz 3 in der Kategorie der unkriminellsten Länder.

Geographie: Obwohl Georgien streng genommen zu Asien gehört ist man sich diesbezüglich vor Ort recht unsicher. Bisweilen spricht man spricht eher von Georgien als etwas eigenem oder vom Balkon Europas. Die Fläche entspricht mit knapp 70.000 qkm ungefähr der von Bayern, was angesichts der Fahrzeiten, die das Reisen hier erfordert wirklich enorm überrascht. 87% des Landes sind von Gebirgen oder Vorgebirgen, 44% von Wald (5% Urwald) bedeckt. Im Norden lockt der Große Kaukasus im Süden betört der Kleine Kaukasus. Klimatisch weiß dieses kleine Land mit einem breiten Portfolio von sieben Klimazonen zu überzeugen. Der Kaukasus schützt Georgien vor den eisigen russischen Winden und ermöglicht so, dass das Schwarze Meer das Land kontinuierlich erwärmen kann. So kann der Reisende zu jeder Jahreszeit wählen zwischen diversen Variationen von subtropisch, steppig und kontinental-gemäßigt. Beste Reisezeit bleibt dennoch Frühling oder Herbst.

Kulinarik: Ja, wo soll man hier anfangen? Vielfalt, Frische, Reichhaltigkeit und Exotik lassen mich hier jedes Mal von Neuen nach Luft schnappen. Auch wenn selbstredend Vegetarier und ähnlich Veranlagte wie immer nur einen Bruchteil der Kultur genießen können, kommen auch diese hier auf ihre Kosten. In einem Land mit mehreren Ernten pro Jahr und einer stark landwirtschaftlich geprägten Kultur, die aber noch nicht von den Segnungen industrieller Herstellung betroffen ist, kann Ernährung nicht geringer als ein Erweckungserlebnis beschrieben werden.

Schaschliki - die Mutter aller Fleischcolliers!
Schaschliki – die Mutter aller Fleischcolliers!

Hier die wichtigsten Spezialitäten ohne die kein Georgienentdecker das Land wieder verlassen sollte:

  • Chatschapuri – eine Art Fladenbrot mit Käse gefüllt oder belegt, stets und überall frisch und billig in diversen Variationen zu haben; allein dies wäre schon Grund genug nach Georgien zu reisen
  • Chinkali – die hiesige Auslegung gefüllter Teigtaschen, groß und würzig – eine vollwertige Mahlzeit für jede Gelegenheit
  • Mzwadi – Schaschlik, die Mutter aller kaukasischen Delikatessen; von hier aus begann ihr Siegeszug über die Grills dieser Welt, selbstredend schmecken sie hier am besten
  • Chartscho – eine deftige Rind- oder Lammfleischsuppe mit Nüssen und natürlich jeder Menge Koriander

Doch es ist nicht nur ein Paradies der Leckerbissen – Georgien bietet als Mutterland des Weins gleichsam auch eine unüberschaubare Anzahl an erlesenen Weinen. 500 der 4000 Rebsorten dieses Planeten kommen von hier, die Geschichte des Weinbaus hat hier eine 8000jährige Geschichte, das Wort Vino ist ein georgisches – muss ich noch mehr sagen?! Außerdem ist ein Georgienbesuch ohne eine Kostprobe der hiesigen Cognacs eine unermessliche Straftat. Auch wenn man bislang mit dieser Spirituose nicht sonderlich viel anfangen konnte, hier sollte man es wagen. Vertraut mir – ein Offenbarung für die Sinne. Ein weiterer alkoholischer Kompagnon, Tschatscha, wird man dagegen schwer aus dem Wege gehen können. Diese, zumeist schwarzgebrannte, hochprozentige Grappa-Variation wird einem unter Garantie schon beim ersten Kontakt mit Einheimischen angeboten werden.

Reiseziele: Nach soviel vorbereitender Lobhudelei nun aber zum Kern des Pudels. Wohin soll die Reise gehen? Was hat Georgien denn Lohnenswertes zu besichtigen?

Kutaissi

Städte:

      • Tblissi/Tiflis – Als Hauptstadt Georgiens, größte Stadt (1,16 Mio. Einwohner; ein Drittel der Bevölkerung) gilt sie als kulturelles und wirtschaftliches Zentrum des Landes. Damit ist es selbstredend ein erklärtes Ziel jedes Georgienausflugs. Einen Ansatz für die zahlreichen Sehenswürdigkeiten die Tblissi im Angebot hat, und die dem geneigten Städteliebhaber ausreichend Unterhaltung für eine erlebnisreiche Woche bieten sollten, kann man diesem ausführlichen Artikel entnehmen.  Als Unterkunft sei an dieser Stelle schamlos für das Hostel “Why not…” Werbung gemacht. Die ungezwungene familiäre Atmosphäre und ganz und gar entspannte Stimmung unterscheiden es wohltuend von dem austauschbaren Einerlei der globalen Hostelschwemme
      • Kutaissi – eingangs schon erwähnte zweitgrößte Stadt Georgiens (200.000 Einwohner) und Hauptstadt der Provinz Imeretien. Historisch gesehen die alte Haupstadt des antiken Kolchis und damit quasi das ehemalige Zentrum Georgiens. Dank der Billigfliegerlogik werden die meisten Georgienreisen hier ihren Anfang nehmen. Hierfür ist Kutaissi vorzüglich ausgestattet. es gibt zahlreiche Unterkünfte und einige nette Lokale. Eines der reizendsten Etablissements ist hierbei das Restaurant Palaty direkt in der Altstadt. Nicht nur die Küche ist hier nochmal einen Zacken delikater als üblich auch das Kulturangebot machte die Besuche hier stets zu etwas ganz Besonderem. Ein Spaziergang zu der majestätisch über Stadt thronenden Bagrati Kathedrale sei wärmstens empfohlen. Die Aussicht hier oben ist den kleinen Aufstieg zweifellos wert. Daneben laden zahlreiche sehenswerte Klöster, Kirchen und Höhlen in der direkten Umgebung zu einem Besuch ein.

 

        • Batumi – Neben der recht reizlosen Hafenstadt Poti die größte Stadt Georgiens am Schwarzen Meer. Eine wuselige, aufstrebende Ansiedlung, welche dank ihres mediterranen Flairs einen hervorragenden Ausgangspunkt für die Entdeckung der Küste bietet

Natur:

Der Borjomi-Nationalpark von oben
Der Borjomi-Nationalpark von oben
        • Borjomi – bekannt schon seit der Zarenzeit für seine Mineralquellen gehört Borjomi wohl zu den berühmtesten Kurorten, in diesem an Kurorten reich gesegnetem Land. Gleichzeitig ist es aber auch das Tor zum Bordschomi-Charagauli-Nationalpark. Dieser 85.000 ha große Nationalpark im Kleinen Kaukasus ist wohl einer der bestausgestatteten und organisiertesten Nationalparks in Georgien. Dabei ist der Nationalpark einer der größten zusammenhängenden Naturschutzgebiete Asiens. Die Wanderwege hier sind hervorragend markiert, Schutzhütten sind über das gesamte Gebiet verteilt. Der beste Einstieg für den Naturfreund, der sich seine ersten Meriten in Georgien erwerben will
        • Swanetien – abgeschiedene Bergregion im Großen Kaukasus. Bekannt und auf zahlreichen Reiseführen abgedruckt sind die typischen Wehrtürme aus der Zeit des Fürstentums Swanetien. Empfehlenswert und auch für weniger erfahrene Wanderer geeignet ist die Strecke von Mestia nach Ushguli. Die Strecke ist angemessen markiert und problemlos in fünf Tagen zu schaffen. Anreise nach Mestia mit Marschrutka über Sugdidi
        • Tuschetien – Bergregion im Nordosten, gilt als eine der unberührtesten und ursprünglichsten Gegenden Georgiens. Große Teile gehören zu dem Tusheti-Nationalpark, einem der spektakulärsten Naturreservate des Landes
Der Kazbeg, Prometheus-Gedächtnisfelsen, taucht in der obigen Aufzählung gar nicht auf. Ist aber definitiv einen Abstecher wert.
Der Kazbeg, PrometheusGedächtnisfelsen, taucht in der obigen Aufzählung gar nicht auf. Ist aber definitiv einen Abstecher wert.

Kultur:

        • das Höhlenkloster von Vardzia – faszinierende in den Fels gehauene Kloster- und Wehranlage. Im 12. Jahrhundert erbaut, wird die Anlage, welche zeitweise bis zu 50.000 Menschen Obdach bot, bis heute als Mönchskloster genutzt Diese, als Hauptsehenswürdigkeit Georgiens geltende Anlage ist zweifellos die Reise wert und sei jedem ans Herz gelegt. Ebenso wie das etwas mehr Sportlichkeit verlangende Höhlenkloster Dawit Garedscha an der Grenze zu Aserbaidschan
        • die Weinernte in Kachetien – Kachetien, die östlichste Provinz mit der Hauptstadt Telawi gilt als die Wiege des Weinbaus. Nicht nur zur Weinernte (Ende September) wird jedem Weinliebhaber eine Exkursion hierher die Tränen in die Augen treiben. Hier können noch hunderte altmodische Weingüter genossen werden, die ohne jegliche Einmischung der Moderne seit Jasons Zeiten vor sich hin winzern
        • Gori – die Geburtsstadt Stalins. Man kommt nicht drumrum, der berühmteste Georgier aller Zeiten ist zweifellos der schnauzbärtige Dschugaschwilli. Wer mag, kann der Kleinstadt in der Nähe Tblissis einen Besuch abstatten und im Stalinmuseum so spektakuläre Exponate wie den Waggon, in dem der Generalissimus nach Jalta fuhr, besichtigen.
          Stalins Waggon. Trainspotting für Salonbolschewisten.

          Wer dem nicht viel abgewinnen kann, der darf sich natürlich auch hier über eine Höhlenstadt erfreuen.Uplisziche gehört zu einer der mächtigsten Festungsanlagen an dem sich jahrhundertelang die jeweiligen Eroberer Georgiens die Zähne ausbissen. Bis die Mongolen kamen…

        • die Seilbahn- und Bergbaustadt Tschiatura – kleine Bergbaustadt, die auch wenn sie einst der größte Manganerzproduzent der Welt war (1879 war der Anteil am Weltexport 50%) sonst nicht unbedingt der Erwähnung wert wäre. Was sie besonders macht, ist das öffentliche Nahverkehrsmittel Nummer 1, die aus 26 Seilbahnen besteht. Angesichts der knifflig bergigen Lage der Stadt entschied man sich zu dieser außergewöhnlichen Vernetzung. Ein Erlebnis der ganz besonderen Art und Spaß für die ganze Familie.

Und sonst:

        • die Schwarzmeerküste – einst neben der Krim DER Sommerurlaubstraum jedes Sowjetbürgers verharrt die sonnige Küstenregion gegenwärtig in lässiger Apathie, die nur zaghaft wieder wachgeküsst wird. Zahlreiche Hotelanlagen, edle Villen und geräumige Strandanlagen erzählen von einer goldenen, längst vergangenen Zeit. Aktuell liegt hier vieles brach auch wenn der Strom von türkischen, polnischen und russischen Touristen langsam zunimmt. Doch auch wenn der Abstieg der Küste offensichtlich erscheint, kann man hier ganz ausgezeichnet ein paar entspannte und ruhige Tage verbringen. Empfehlenswerte Orte sind hierfür Kobuleti und Shekvetili

 

Frisch gelesene Bücher: Wie ich nach Swanetien reisen wollte

Wohl noch nie entsprach der Titel eines Buches so exakt meinen realen Lebensumständen. Denn in der Tat wollte auch ich nach Swanetien reisen, und zwar morgen. Doch ein klammheimlicher Blick auf die Wetterkurve ließ die Vernunft einreiten und überzeugte mich in Georgien dem Land der sieben Klimazonen ein wärmeres Eckchen zu entdecken.Und wenn es selbst der große Benno Pludra, Held meiner Kindheitstage, nicht nach Swanetien geschafft hat, kratzt es etwas weniger, ein weiteres Mal die großen Kawenzmänner an der russischen Grenze auszulassen.

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Während Pludra durch ausufernde Gastfreundschaft und desaströse Straßen scheiterte ist es bei uns also “nur” das Wetter. Doch wenn der Regengott auf Reisen geht, dann lieber einmal ängstlicher als nötig wenn es um die ihn treu umsorgenden Wolkenschäfchen geht.

Worum sonst dreht es sich noch in dem kleinen Büchlein?  Der Rest des kleinen Erzählbands macht noch einmal mehr Lust auf den baldigen Ausflug in das heißgeliebte Georgiens. Freilich atmen die Erzählungen Pludras den Geist jener friedlichen Zeiten, die die Sowjetunion annodazumal dieser Region bescherte. Vieles hier liest sich arg beschönigt und rosarot verfärbt. Prosaisch wandeln wir durch eine Welt des Aufbaus unaufhaltbar der Zukunftssonne zugewandt. Und dennoch weiß der Kaukasusfreund zwischen den Zeilen zu lesen und zählt nun voller Ungeduld die Stunden bis er endlich wieder kaukasischen Boden betreten darf.

Passbilder: Niedere Tatra

Im Schatten so mächtiger Gebirgsprominenz wie der Primadonna Hohe Tatra, der grazilen Virtuosin Mala Fatra und dem verspielten Tausendsassa Slowakisches Paradies, erscheint die Niedere Tatra dem unbefangenen Betrachter zunächst etwas spröde und reizlos. Doch bei näherem Hinsehen erkennt man schnell die kostbaren Alleinstellungsmerkmale dieser vermeintlichen “grauen Maus” unter den slowakischen Bergensembles.

Ein langer Pass, der nur zweimal deutlich unter die einmal erreichte Kammhöhe (ca. 1500 m) fällt, somit also die Möglichkeit zu fünf Tagen entspanntem Kammwandern bietet. Ein zumindest im Ostteil unfassbar unberührtes Waldgebiet, die dem der eine Auszeit sucht, sie fraglos in der Lage ist zu bieten.

Weitere Tipps, Empfehlungen und Nachahmungsratschläge folgen demnächst. Hier aber nun erstmal die optische Überzeugungskeule!

Sahnehäubchen Kriváń

Ja, der musste noch sein. Den musste ich noch draufsetzen – meinen Kriváń – den Krummen. Mein Berg! Ich behaupte ja gerne jederzeit und ungefragt, dass jeder seinen Berg habe. Muss ja nicht unbedingt so ein Klotz wie meiner sein oder die Verehrung spiegelt sich nicht in schnöder Besteigung wieder sondern in diskreter Verehrung und milden Opfergaben aus Talesnähe. Dennoch, jeder hat seinen Berg und meiner ist der Kriváń!

Als sich annodazumal mein verboddeter Horizont weitete, entdeckte ich voller kindlicher Begeisterung zahllose Höhenschönheiten, doch als ich erstmals die Tatra sah, wusste ich sofort, das hier ist etwas ganz anderes. Und dann sah ich ihn, lässig angelehnt an das westliche Ende der Hohen Tatra wirkte er so losgelöst von den Realitäten wie es einem Haufen Fels nur möglich ist. Sicher, er war gemeinsam mit den anderen gewachsen, war Teil dieses beeindruckenden, und doch irgendwie unabsichtlich zu solcher Größe gewachsenen Massivs. Teil des Ganzen, aber gleichsam nach etwas anderem da draußen suchend? Mein Interesse war geweckt, meine Leidenschaft begann zu lodern.

Und dann nun heute. Diverse Berg-,Wald- und Wolkengeister hatten beschlossen, dass nun auch mal gut sei mit all dem Regen. Der Vorhang öffnete sich und eine, durch jede Menge Wasser gereinigte Atmosphäre legte den Blick frei auf all die Berggrazien. Im Vordergrund, und das machte dieses Mal das Besondere aus, mein Kammweg! Da sah ich nocheinmal meine gesamte Woche von der anderen Seite. Doch dann kam er, der lang ersehnte Aufstieg. Was den Kriváń insbesondere von all den anderen Liebschaften, die ich in den Jahren angesammelt habe, unterscheidet, ist sein sanftes Wesen angesichts des rauen Charakters, den er oberflächlich ausstrahlt. Mählich geht es hinauf, anfangs durch Wald, dann Latschenkiefern. Immer wieder schenkt er Atempausen in Form leichterer Steigung. Dann wird es kantig, voller Freude geht man in die Knie vor dieser liebevoll fordernden Naturgewalt. Mit Händen krabbelnd schubbert man immer höher und höher, bis man schließlich fast unerwartet ganz oben ist. Man erhebt sich, schaut leicht ungläubig um sich und hat jedes Mal diesen ganz besonderen Gipfelmoment.

Der Kriváń ist, wie schon erwähnt, einer der wenigen Tatragipfel, der relativ alleinstehend ist. Dementsprechend phänomenal ist der Blick. Westliche Tatra, Niedere Tatra und die gesamte Hohe Tatra sowieso breiten sich vor einem aus. Das alles, selbst diese Riesen wirken gleichermaßen klein und dennoch als unverwüstliche Einheit, die sich einem weder im Tal noch bei Google Earth derart erschließen. Danke dir hierfür Kriváń, danke für dergleichen Gefühle in allen Etappen meines Lebens. Bis demnächst mal wieder!

Das nächste Ziel – die Westliche Tatra!

Ach was, lass uns fest verabreden. Die westliche Tatra fehlt mir noch. War mit Hund immer schwer. Und jetzt wo ich hörte, dass DDR-Bergsteiger sich immer auf diesem Pass für den Mount Everest vorbereiteten, sollte das doch genau das Richtige für mich sein. Nebenbei führt dieser Kamm sowas von unweigerlich auf dich zu. Also abgemacht, wir sehen uns!


Posted from Kriváň, Banská Bystrica Region, Slovakia.

Im Frühbier zu Berge

10 Uhr in der Slowakei, Donovaly. 

Mit Sauerkrautsuppe und Bier nehme ich meinen Abschied von derlei Vorzügen der Zivilisation. Der Startpunkt des auserwählten Kammwegs ist erreicht und nachdem ich auf der Anreise mit den gewöhnungsbedürftigsten humanen Kreaturen verwöhnt wurde, erscheint mir die nahende Einsamkeit auch gar nicht mehr so abschreckend.

Posted from Donovaly, Banská Bystrica Region, Slovakia.

Abgefahren

Nein, ich war definitiv noch nicht satt nach dem letzten Ausflug in jene Berge, die zuverlässig mein Herz vor Glück zerspringen lässt.

 Erneut betrete ich wieder einen dieser Züge, die mich mit Leichtigkeit dorthin bringen, wo ich mich stets so wohl wie an kaum einem anderen Ort fühle. Die Niedere Tatra (klugscheißende Kenner sprechen hier selbstredend von der Unteren Tatra!) soll es dieses Mal sein. Ein weiterer Versuch die 95km Passweg und 2600 Höhenmeter, welche so gut wie nie von menschlichen Ablenkungen unterbrochen sind, gilt es zu bewerkstelligen. Ohne den treuen vierbeinigen Begleiter geht es seit langer Zeit einmal wieder ganz allein hinaus in die Natur(aufgrund der altersbedingten Ausmusterung aus dem aktiven Bergwanderdienst). Ein ungewohntes Gefühl zweifellos, doch die Vorfreude überwiegt. Noch zweimal Umsteigen, dann Endstation Alltag, Kurs Freiheit.

Tschechoslopolen in Farbe und bunt

Wenn etwas so schön war, reichen Worte manchmal nicht aus. Bilder, zumindest meine, höchstwahrscheinlich auch nicht. Dennoch möchte ich nichts unversucht lassen um den Reiz einer Bergwanderung in Tschechoslopolen angemessen zu vermitteln.

Und noch etwas in eigener Sache. Da Sancho nach dieser Reise nun mit allen Ehren aus dem Bergdienst ausgemustert wurde, bin ich auf der Suche nach einem berghungrigen Wandergesellen. Ob vier Pfoten oder Zweibeiner ist mir dabei relativ gleich.

Posted from Berlin, Berlin, Germany.

Frisch gelesene Bücher: Der Berg

Und es begab sich, dass ich eher lustlos an den Offerten der Buchhändler vorbeizog und irgendwie nichts Anregendes finden wollte. Lust auf ein Buch hatte ich aber schon. Da fiel mein Blick auf einen neuen Ziegelstein aus dem Hause Simmons und ich willigte ein. Schließlich hatte mich das letzte Werk von Dan Simmons, “Terror” derart beeindruckt, dass es seither in der Empfehlungsliste (unten rechts) auftaucht.

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Nun befinde ich mich nach atemloser Lektüre von “Der Berg” in einer beneidenswerten Zwickmühle: Es ist nämlich mindestens genauso gut wie das zuvor Empfohlene. Also austauschen gegen den “Terror” oder dreist einfach beide empfehlen? Eines muss ja das Bessere sein, oder?

Aber genug der Vorschusslorbeeren. Worum handelt es sich denn hier nun? Bei Dan Simmons muss erwähnt sein, dass der Autor grob gesagt aus dem Horror, bzw. SF-Genre entstammt. Wobei selbst diese Klassifizierung seine frühes Gesamtwerk auch nur unzureichend beschreibt. Wer will schon ein so vielschichtiges und reichhaltiges Webstück, welches Simmons beispielsweise mit den Hyperion-Gesängen oder dem Ilium/Olympos-Zyklus entwirft, nur annähernd angemessen klassifizieren?! Fest steht wohl nur, dass es Lektüre von ausnahmsloser Güte ist und, dass die letzten Bücher eine neue Entwicklung von Simmons offenbaren.

Nach “Terror” nun schon wieder ein Buch, welches sich einen historischen Tatbestand heraus greift und dessen ungeklärten Ausgang mit den Mitteln der Fiktion versucht, ein denkbares Ende zu setzen. Im Gegensatz zu der Mission Franklins, welche wirklich stattgefunden hat, geht er nun aber hier einen Schritt weiter und konstruiert eine Expedition zum Mount Everest, welche ein Jahr nach der Expedition von 1924 stattgefunden hat.  Um den Verlauf der 1924er-Expedition ranken sich in der Tat noch bis zum heutigen Tag etliche Legenden. Nachdem man 1999 Mallory, einen der beiden Gipfelstürmer hervorragend mumifiziert kurz vor dem Gipfel fand, erhielt die Theorie, dass die beiden schon 1924 den Gipfel erreicht hatten neuen Auftrieb. Doch “Der Berg” ist nicht allein eine eindrucksvolle Beschreibung der Pioniertage alpiner Heldentaten. Das Buch ist vielmehr eine unfassbar spannende Beschreibung der Zeit zwischen den Kriegen und vermittelt nebenher ein vielstimmiges Bild der Kultur des Himalaya. Dafür lässt sich Simmons jede Menge Zeit. Gute 300 Seiten sind nötig bis wir uns halbwegs dem höchsten Berg der Welt genähert haben. Doch diese Ausführlichkeit schadet der Spannung in keinem Moment. Allein der historische Bogenschluss am Ende des Romans mutet ein wenig aufgesetzt an. Ich für meinen Teil hätte es auch gern etwas unspektakulärer gehabt. Schließlich braucht es für mich keine Weltverschwörung und Verstrickung im James-Bond-Ausmaß um mir die entweltlichende Kraft der Berge zu verdeutlichen, mir genügen ja sogar schon Berge um die 2000. Doch das ist auch schon die einzige Kritik an einem Buch, welches mich völlig in seinen Bann geschlagen hat.

Ein unmöglicher Reisebericht

Es ist an der Zeit ein paar resümierende Worte zu verlieren. Ein zusammenfassendes Zwischenfazit zu einem Erlebnis, welches mich sprachlos begeistert hat. Die Rede ist von jenem Land im Kaukasus mit den zahlreichen Namen – Sakartwelo, Grusinien, Kolchis, Georgien! Ein schwieriges Unterfangen, fürwahr! Den unterwegs abgeschossenen Reisesplittern konnte man mit Sicherheit schon entnehmen, dass ich ganz und gar fasziniert war von dem was sich mir in einer viel zu kurzen Woche bot. Auch im allerneusten Laberpodcast bringe ich dies ja ganz zum Schluss zur Sprache. Und das obwohl ich mit allerhöchsten Erwartungen angereist war.

Es ist genug Gegend für alle da
Es ist genug Gegend für alle da

Was nun ist die Grundlage dieser lobhudelnden Euphorie? Schwierig, schwierig. Allzu oft bemerkte ich bei meinen mündlichen Reiseberichten, dass Worte offenbar nicht ausreichten um das Besondere an Georgien zu vermitteln. Abgesehen von den offensichtlichen Kernkompetenzen, wie herausragende Küche, atemberaubende Berge, entzückender Strand, vorzügliche Weine, eine bezaubernde und pralle Vegeation allerorten  und  Gastfreundschaft in ihrer reinsten Form sowie Freundlichkeit, immer wieder Freundlichkeit, war da noch etwas ein schwer zu beschreibendes Etwas. War es die Ferne, das Exotische, das nicht Einordnungsbare? Gänzlich sicher bin ich mir immer noch nicht. Fest steht jedoch, dass ich sieben Tage wie elektrisiert alles um mich herum aufsog und nach Ende der Reise auch erlebnisverkatert wie lange nicht mehr derbe in der Heimat aufschlug.

Mama Grusija - charmant, apart und abgewandt freundlich!
Mama Grusija – charmant, apart und abgewandt freundlich!

Was bleibt ist Spekulation und Vermutung. Erst die nächste Reise (und wie ein Süchtelnder zähle ich die Tage bis dahin…) wird eventuell mehr Gewissheit erbringen. Eine Erklärung die, so diffus wie plattitüdig daherkommt, wäre jene, dass ich mich hier jede Minute wie zuhause gefühlt habe und dabei unablässig das Gefühl hatte, dass mir hier ein Detail, ein winziges Mosaikstückchen fehlte. Fehlte zu was? Ja, das ist die eigentlich entscheidende Frage. Ständig hatte ich ein unbestimmbares Gefühl, dass ich nur ein Haarbreit entfernt war: zum vollständigen Verständnis, perfekten Geschmackserlebnis – was auch immer. Oft, zu oft, blieb ich unsagbar befriedigt zurück und doch nagte eine gewisse Unruhe an mir, die mich wach hielt. Da war noch mehr. Dem weitgereisten Beobachter in mir kam es so vor als würde da noch mehr sein, etwas das nur im Augenwinkel sichtbar, im Unbeobachteten entdeckbar war – im ständig zwielichternder Unschärfe. Ein Phänomen, welches mich in jedem Fall wachhielt, mich weiter hungrig ließ und aktuell nach mehr geifern lässt? Ja, ich sehe ein, so großartig dieses Medium hier auch immer ist, für alle kommunikativen Bedürfnisse scheint es nicht auszureichen. Auch wenn ich das Gefühl habe, mich besser verständigt zu haben, als mit gestammelten unfertigen Worten.

Schlingern wir also mit quietschender Kausalität zum Ende dieser unmöglichen Aufgabe, ein Fazit darzureichen nach lumpigen sieben Tagen! Dies war ein Appetithappen, aber ein gewaltiger und anregender. Die Vorfreude auf den nächsten Sommer ist hiernach nicht nur berechtigt sondern auch nicht unerheblich angefeuert.