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Mission Bezirke bezirzen – viertes Kapitel: Franfkurt oder Słubice

Auf den ersten Blick liegt die Vermutung nahe, dass wir es uns an diesem wundervollen Sonntag etwas einfach machen wollten. Die knappe Stunde rüber an die Oder-Neiße-Friedensgrenze, Kaszanka und Tyskie im Sinn – zweifellos kein allzu anstrengendes Abenteuer auf der Bezirke-Bezirzen-Tour. Und dennoch, auch das musste erledigt werden und in seiner Funktion als einzige Grenzbezirksstadt und brandenburgischer Endbahnhof stand hier keinesfalls ein Leichtgewicht an. Nicht zuletzt haben wior nun schon 5 von 15 – ein Drittel ist geschafft! Wenn das kein Grund zum Feiern war?!

Die charmante Odermetropole gewinnt bereits auf den ersten Blick nachdem der Reisende vom Bahnhof durch ein reizendes Eisenbahnerviertel mit zentralem Eisenbahnerdenkmal geleitet wird. Blick auf den sanft dahin strudelnden Oderstrom und die dunklen polnischen Wälder spaziert man leichten Sinnes hinunter, passiert erklecklich ausreichende rote Backsteinbauten, welche mit einer ausgewählten Anzahl von funktionalen Profanbauten ergänzt werden.

Doch abseits dieser Reize zog es die Schritte des Wanderers nahezu magisch hin zu der verlockenden Welt des polnischen laissez-faires. Und so überschritten wir auch nach geschätzten 20 Minuten Frankfurt die Europabrücke. Auch hier besichtigten wir erst eingehend und pflichtschuldigst (erstes Wikipedia-Denkmal der Welt, zweiteiliger Fitnessparcour im Stadtpark, Oderhafen) bis wir uns ganz den lang vermissten Gaumenfreuden ostodriger Provenienz hingaben.

In völlig losgelöster Sonntagsstimmung und mit bis zum Reißen gefüllten Mägen traten wir dann irgendwann die Rückreise an. Erneut wandelten wir durch Frankfurt und genossen konzentrierte Unaufdringlichkeit brandenburgischer Urbanität. Ein Gednake der hier aufkeimte: Wäre Frankfurt ohne Polen etwas cottbusiger? Wahrscheinlich schon. Und dabei, auch dies noch ein Ziel, welches es zu bewältigen gilt.

Frisch gelesene Bücher: Unterleuten

Die Buchbesprechung nun auch in ihrer ursprünglichsten Form: gesprochen! Ich nehme das außergewöhnliche Erlebnis, welches der Ritt durch Juli Zehs Roman für mich darstellte, als Anlass um dies mit einer Tonaufnahme gebührend zu würdigen.

Und wie versprochen hier noch der Podcasttipp, welcher mir mit Leichtigkeit das Grausen vor aktuellen Gegenwartsromanciers nahm und daher unweigerlich dafür verantwortlich zu machen ist, dass ich fortan behaupten werde DEN deutschen Gegenwartsroman zu kennen.

Und im Anschluss meine werte Meinung

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Münzenberg – MZB018 – SPEZIAL der Wahl

Koalitionsgemüse
Frühstück am Wahlsonntag – orakelig, knackig und verführerisch

Zwischen Havelland und Pierogarnia pendeln wir die Ergebnisse der Berlinwahl aus. Mit dabei im zweiten Teil des Gesprächs der “Besamer” (Stichwort: Sonnenblumenkernkraft) des Weddings, Daniel Gollasch, der uns mit jeder Menge Ja/Neins und der Kraft des Konjunktivs spektakuläre Inneneinsichten in den Politikbetrieb bietet.

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Bei Minute 57 plumpst die Frage “Was tun?!” in gähnende Leere. Grund ist nur zum Teil die Ahnungslosigkeit der Diskutanten, sondern vielmehr eine Gesprächspause in deren Folge der rote wie auch der grüne Faden verloren ging.

Wer das das Thema noch einmal strukturiert, durchdacht und vorzüglich aufbereitet haben möchte, dem sei ein weiteres Mal die Lage der Nation empfohlen. Pflichtpodcast!

Erstmals auch im zukunftsträchtigen OPUS-Format (mit 24 kbps) – ich bitte um feedback so ihr es nutzt!

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Fünfzehn Jahr, graues Haar

2016-09-18-00-04-39Und dann war es auf einmal soweit. Der alte Mann hatte Geburtstag und ließ es noch einmal richtig krachen. Sprich: ein ruhiges Häuschen im Havelwald, ein paar derjenigen Zweibeiner, die er noch zweifelsfrei zuordnen kann, die lärmige Tochter und jede Menge Grillfleisch. Ein wenig überrascht wirkte er dann aber doch, als er Mitternacht sanft geweckt wurde und im Mittelpunkt der Party stand. Mit gelassener Anteilnahme wurde flugs der Geburtstagskuchen verputzt um sich darauf nach all dem Trouble wieder eine gehörige Portion Schlaf zu gönnen. Danke dem besten Hund der Welt für diese anderthalb Jahrzehnte. Auf die nächsten 15!

Wir wohnen überm See

Ein Haus auf dem Wasser, welches man auch noch bewegen kann. Lange schon beäugte ich auf meinen Brandenburg-Expeditionen diese sonderbaren Vehikel. Nun war es endlich soweit, dass wir uns kurzentschlossen auf so ein Teil schwungen. 


Und ich bin über alle Maßen angetan. Lässig schlitterten wir mit diesem Klotz übers Wasser. Sonne, Entspannung und eine Brise Freiheit. Feine Sache das. Notiz für mich selbst, nächstes Mal keinesfalls vergessen: Kapitänsmütze, Pfeife, Piratenflagge, Papagei und ggf. Holzbein.


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RB 23: Beelitz-Heilstätten

Ein luftiger Apriltag lockte mich mal wieder hinaus um mich an den vielfältigen Reizen unseres umarmenden Bundeslands zu delektieren.  Die Fahrt hin zu den berühmten Anlagen der ehemaligen Arbeiter-Lungenheilstätten unternahm ich mittels des entzückenden RB 23 – eine unfassbar schöne Verbindung von Potsdam bis zum Zielort. Die Strecke windet sich durch idyllischste Seenlandschaft und gehört zweifelsohne zu den absolute Routenempfehlungen im brandenburgischen Liniennetz. Nur eben leider viel zu kurz (6 Stationen).

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Die Anlage in Heilstätten an sich gehört wohl zu den populärsten lost places der Region.  Eine einzigartige Mischung aus versnobten Tourismus und geschmeidigen Verfall begrüßt den Besucher in der weitläufigen Anlage. Ein überaus ehrwürdiges Ausflugsziel. Genüsslich zog ich meine Kreise und genoss den schönen Tag.

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Münzenberg – MZB014 – Sudelfunk

Brandenburg an der Havel – der unbestrittene Überraschungsstar der bisherigen Endstationstournee – gelingt es im Sturm unsere Herzen zu erobern. Ein wasserverschnörkeltes Schätzchen mit jeder Menge reizender Gebäude, verwinkelter Straßen und netter (wenn auch spärlich gesäter) Menschen. ***Aufgrund schwacher Akkulage fiel der Teil über Münzenberg ins Datenloch. Ich entschloss mich daher kurzerhand, diesen Abschnitt neu einzusprechen.***

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Domstadt, Inselstadt, Altstadt, Neustadt – es gibt genug Brandenburg für alle.

 

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Mit dieser schwungvollen Forderung wir der Reisende kurz hinter dem Bahnhof konfrontiert. Wir meinen: Zu spät und zu naheliegend.

 

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Ob Jesus wirklich derselbe bleibt, nunja. Doch das Problem dieser Formulierung scheint mir ein anderes: ein gehender Hase? Hase hüpfen oder hoppeln, aber sie gehen nicht. Dafür ist in der Tat eher Jesus bekannt und somit scheint die Aussage dieser kleinen Wandzeitung irgendwie zweifelhaft daherkommend. Wie dem auch sei – Frohe Ostern!
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Münzenberg – MZB013 – Hüttengaudi

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Bei allergräulichsten Ausflugswetter treffen wir in ungewohnt großer Gruppe aufeinander um eine Endstation mit dem klingenden Namen Eisenhüttenstadt zu entdecken. Trotz liebenswerter Verplantheit finden wir schließlich doch ans Ziel (Für alle Nachahmungstäter: Der Zug nach Cottbus führt nach Hütte!), stellen jedoch bald fest, dass die durch Umstiegspech verbummelte Stunde nicht wirklich ins Gewicht fällt. Das zuerst beschaute Fürstenberg verhält sich arg zugeknöpft und das, nach schier endlos scheinenden Magistralenwanderungen entdeckte Eisenhüttenstadt, nimmt uns erst nach verstärkten Nachfragen auf. Schließlich können wir dank der kulturellen Einflüsse Italiens, Irlands und Chinas dann aber doch ein versöhnliches Ende in Hütte feiern. In den beiden ersten Lokalitäten entsteht dann auch der lang erwartete Podcast in dem wir uns mal wieder durch die Widerlichkeiten unserer Gegenwart quälen. Aber halt, dieses Mal auch garantiert mit einer gehörigen Portion Optimismus und Fortschrittshoffnung. Wie das? Nun, hört selbst!

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Zwischenstopp Wünsdorf

Eigentlich stand ja Eisenhüttenstadt für dieses Wochenende auf dem Menüplan der Endstations-Tournee, doch diverse Seuchen und ein demzufolge zagfhaft rekonvaleszentes Team an Mitreisenden machte es notwendig, ein etwas weniger anstrengendes Ziel zu erobern. So kam uns Wünsdorf gerade recht.

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Die charmante Teltowperle macht auf den ersten Klick gewaltig von sich reden. Hier stand nicht nur die erste Moschee auf deutschem Boden (für Kriegsgefangene im sog. Halbmondlager) , auch hinsichtlich der militärischen Bedeutung konnten in der jüngeren Vergangenheit hier einige Matchpoints ergattert werden. Schließlich war kurz nach Kriegsende ziemlich schnell klar, dass in Вюнсдорф (Wjunsdorf) der Sitz des Oberkommandos der Sowjetischen Streitkräfte werden würde. Und dies beinhaltete die Ansiedlung von 50.000-75.000 sowjetischer Männer, Frauen und Kinder in Wünsdorf – ein richtig ausgewachsene Stadt also. Was mich aber mehr als alle anderen Fakten bezauberte, war selbstverständlich der Umstand,  dass von hier bis 1994 ein täglicher Zug nach Moskau fuhr. Voller Ehrfurcht begutachtete ich mit diesem Hintergrundwissen den Wünsdorfer Bahnsteig.

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Wenn wir eines mit Sicherheit aus Wünsdorf mitnehmen können, dann die Tatsache, dass diese Stadt fest in Union-Hand ist. Klarer Fall, dass nachdem man schon nicht mehr zur Sowjetunion gehören darf man auf diese Weise wenigstens einen Teil dieser Zeit bewahren möchte. Doch Scherz beiseite, die hilflose Unvollständigkeit diese dieses Graffitos stellte uns dann doch vor Rätsel. Wieso wurde es nicht irgendwann mal vervollständigt? Oder steckt gar System hinter dem Schriftzug?! Feuert man gar nicht die stets leistungstarken Eisernen an sondern ein bislang verschmähtes Team aus dem noch verschmähteren Berl? Zahlreiche Möglichkeiten und Varianten tun sich hieran auf. Und man bedenke nur, wenn sich uns Zeitgenossen schon Verständnisschwierigkeiten auftun, was sollen erst nachfolgende Generationen hiervon halten?!

Neben all des historischen Tands, welcher Wünsdorf offensichtlich von einer gewöhnlichen 0815-Siedlung im Märkischen unterscheidet, hebt man sich auch in der Gegenwart durch gewisse Alleinstellungsmerkmale von anderen Dörfern ab. So wirbt man im Internet vollmundig damit eine “Bücher- und Bunkerstadt” zu sein. Dies klang überaus reizvoll und so schlenderten wir gespannt und mit wachem Blick durch die Gassen des kleinen Städtchens. Doch, o Graus, nirgendwo ein Stadtplan, Wegweiser oder sonstige Informationen, die uns ans Ziel führen könnten. Angesischts bereits erwähnter Rekonvaleszenz waren wir nur bedingt in der LAge große Anstrengungen zur Suche zu unternehmen (heute lese ich, dass man in Zossen hätte aussteigen müssen um in Bücherstadt Wünsdorf zu gelangen. Wat ein Quatsch!) So nahmen wir’s hin und genossen den Frühling auf der Terrasse bei “guter deutscher Küche” (Sankt Hubertus)und ließen die Spitzbunker Spitzbunker sein. Und Bücher haben wir gerade sowieso genug.

In diesem Sinne erholten wir uns prächtig und können mit voller Kraft Fahrt auf Eisenhüttenstadt nehmen. Dieses Mal aber wirklich! Letztes Februarwochenende – Plantermin.

Münzenberg – MZB011 – Die Jahresvorschau

Im wunderschönen Fläming in Jüterbog haben wir uns zusammengefunden um nach einem sonnigen Spaziergang nach Speis und Trank im “Goldenen Anker” ein wenig zu glaskugeln.

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Endstation “Rothes Meer” – Assoziieren für Fortgeschrittene

 

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Eines der Stadttore Jüterbogs noch umsäumt von feierlicher Kulisse im Gedenken an den 18. April
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Impressionen aus der Ortsmitte Jüterbogs
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Kino with a down to earth attitude
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