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Fünfzehn Jahr, graues Haar

2016-09-18-00-04-39Und dann war es auf einmal soweit. Der alte Mann hatte Geburtstag und ließ es noch einmal richtig krachen. Sprich: ein ruhiges Häuschen im Havelwald, ein paar derjenigen Zweibeiner, die er noch zweifelsfrei zuordnen kann, die lärmige Tochter und jede Menge Grillfleisch. Ein wenig überrascht wirkte er dann aber doch, als er Mitternacht sanft geweckt wurde und im Mittelpunkt der Party stand. Mit gelassener Anteilnahme wurde flugs der Geburtstagskuchen verputzt um sich darauf nach all dem Trouble wieder eine gehörige Portion Schlaf zu gönnen. Danke dem besten Hund der Welt für diese anderthalb Jahrzehnte. Auf die nächsten 15!

Rückenschmeichelnd in die Berge

Wer mir in den letzten Wochen begegnet ist und nicht umgehend und unmissverständlich die Ohren anlegte, kam an dieser Tragödie nicht vorbei. Diese bodenlose Unverschämtheit des Kapitalismus, mir nicht diesen einen Rucksack zu gönnen. Nun, Hartnäckigkeit wurde belohnt, ich habe ihn wieder. Tata und täterätäh das ist ER. Mit IHM! Hab ich es gut.

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Damit möchte ich mich nochmals bei all den verständnisvollen Ohren bedanken und mache mich auf zu all den reizenden, menschenarmen Gebirgen in der Ferne.Mit dem besten Rucksack der Welt!

Posted from Berlin, Berlin, Germany.

Erziehungslager für Papageienskeptiker

Nein, ein stille Beziehung war es nie, was sich zwischen Sancho und Aragon entwickelte. Erste spinnerte Theorien zu diesem Verhältnis finden sich in meinem, immer noch unentdeckten Standardwerkzur Papagei-Hund-Beziehungskultur. War es glühende, von Missverständnissen geprenkelte Liebe? Tiefsitzende Angst, gepaart mit unstillbaren Hass? Oder einfach das übliche neckische Treiben der Natur in seiner altbekannten, sprunghaften Art? Eines war gewiss: Es war laut! Nervend, und auch immer ein wenig gefährlich. Für wen auch immer.

Dieser Zustand konnte nicht länger hingenommen werden. Schließlich ist das Reich des bunten Dominators ein zu wichtiger Bestandteil meiner comfort zone als das ich hier klein beigeben würde. Daher wurden weder Kosten noch Mühen gespart und im hiesigen Ramschladen dieses Schmuckstück erworben. Noch handelt es sich um entspannte Aufwärmübungen. Richtig wild wird es wohl erst wenn wir die Batterien einlegen… 

***13***

Es ist mal wieder soweit. Der alte Herr im braunen Pelz feiert Geburtstag. Und das ist dieses Mal zweifellos kein selbstverständlicher. Die dem einen oder anderen von euch auch nicht ganz unbekannten Bandscheiben (und, um eine vielfach vorgebrachte Frage hier ein für allemal aus der Welt zu räumen, ja, auch Hunde können einen Bandscheibenvorfall haben!) führten dazu dass zu Beginn des Jahres ein möglicher 13. Geburtstag eines komplett vitalen Sanchos bestenfalls stark unwahrscheinlich erschien.

Nun liegt ein gutes halbes Jahr hinter uns. Wir haben beide unsere Traumata verarbeitet und uns mehr oder weniger arrangiert mit diesem neuen, letzten Lebensabschnitt. Wir haben die verschneiten Frühlingswinde Böhmens genossen und die ballermannesken Zuckungen der polnischen Rivierea erlebt. Schön soweit und ein unfassbares Geschenk! Doch da geht noch mehr – es gibt noch so vieles, was es gilt gemeinsam zu erleben!

So viele Bäume, so viele Knochen…

…nicht zu vergessen die alljährliche Leckerliprämie!

Hund niemals vergessen!

Es ist ja nun nicht in jedem Falle so, dass der Herzensverein vom Vater zum Sohne, zur Tochter weitergegeben wird. Nicht zuletzt ich könnte hiervon in melodiös Konsonanten erweichener Form ein Liedchen singen. Aber es ist selbstredend der angestrebte Idealfall. Das dies nicht notgedrungen vor der Spezies Mensch haltmachen muss, zeigte der jüngste Ausflug zum Epizentrum rot-weißer Fußballkultur in Köpenick.

Vergnügt widerwillig nahm Vater Sancho seinen lautesten Spross an die Pfote und demonstrierte anschaulich den feinen Unterschied zwischen Altem Eisen oder alt und eisern. Nun gehört Vater Sancho mit Sicherheit nicht zu den größten Anhängern des Fußballsports, vielmehr dürfte seine vermittelte Information eher in Richtung “Wichtig, wichtig – nur damit du Bescheid weißt!”gehen. Und Bescheid weiß sie fortan. Ab sofort werde ich ihre unermüdlichen Bellatacken gänzlich anders interpretieren. “Hund niemals vergessen!” gehört rund um den Globus wahrscheinlich sowieso zu den Dauerbrennern hündischer Litaneien.

 Einmal Unioner – immer Unioner. Die Dritte Generation in gespannter Weihehaltung.  


Nebenbei hab ich es dann sogar noch geschafft, eine neue Dauerkarte zu erstehen. Union kann also Weltmeister werden.