Ereignisarm dem Ende entgegen

Um es gleich vorwegzunehmen, ich bin dieses Mal leicht enttäuscht. Irgendwie ließ mich “The Last Recruit” ungewohnt unbefriedigt zurück. Natürlich hat es jede Lost-Folge gewissermaßen an sich, dass man immer ein wenig in der Luft hängt, aber diese Folge war einfach weder Fisch noch Fleisch. Natürlich bin ich geduldig und weiß ja auch, dass solche Folgen dazugehören. Dennoch nagt es fünf Folgen vor Schluss schon bedeutend mehr an einem wenn derart auf der Stelle getreten wird. Nun ist es selbstverständlich nicht so, dass gar nichts geschieht. Der Höhepunkt ist zweifellos die Wiedervereinigung von Sun und Jin. Daneben gibt es noch ein klassisches Frage-Ausweichspiel zwischen Jack und Flocke, einen Ausreißversuch der Kandidaten (inklusive Claire!) sowie der übliche, dramaturgische Genickschlag in Form einer unerwarteten und schwer begründbaren Reaktion von Widmore. Auch auf dem Alternativzeitstrahl geht es munter zu. Wie auf einem bizarren Klassentreffen der Amnesie-Grundschule wanken hier alle möglichen, bekannten Figuren durch die Gegend, erkennen sich oder irgendetwas anderes. Alles sehr konfus. Wobei mich der Alternativzeitstrahl sowieso nicht so sehr interessiert. Will ich doch wissen, was auf der Insel abgeht. Doch die Erfahrung flüstert unseren mindfuckgeprägten Sinnen zu, dass die bewusste Zeitlinie schon nicht unbedeutend mit den Ereignissen auf der Insel zusammenhängt. Nunja, es bleibt weiter nichts, als abzuwarten. Diesmal jedoch ein wenig länger. Aus unerfindlichen Gründen kommt die nächste Folge nämlich diesmal eine Woche später.  

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