Zum Tag der Befreiung

Anlässlich des heutigen Tags der Befreiung einen schwungvollen Tusch vermittels dieses reizenden Zusammenschnitts der schönsten Militärparaden auf dem Roten Platz. Weiterhin beharre ich an dieser Stelle darauf, dass Militär und Krieg nichts sonderlich Erstrebenswertes ist und verweise nebenher darauf, dass uninformiert und uniformiert nur ein läppischer Buchstaben trennt. Auch all der staatstragende, heuchlerische Pomp der machthaberunabhängig jahrein, jahraus in Russland veranstaltet wird, ist wahrlich nicht meins. Dennoch, für den Kampf gegen den Hitlerfaschismus und die mühseligen, aufopferungsvollen Jahre während des Krieges und vor allem danach sei von meiner Seite aufrichtig gedankt.  Denn schließlich verliert das Gedenken an diesen Tag immer mehr an Wirkkraft und öffentlicher Würdigung. Dies ist nicht nur dem Zufall und dem Zahn der Zeit geschuldet. Wir werden seit geraumer Zeit Zeuge einer massiven Umdeutung der Geschichte. Ich wage zu behaupten, dass schon in 20 Jahren die Bedeutung der Roten Armee für den Verlauf des Zweiten Weltkriegs derart heruntergespielt ist, dass man beginnen wird, ihre bloße Existenz anzuzweifeln. Daher wollen wir doch mal die zweifelhafte Macht des Internets für eine gute Sache benutzen. Man sagt dir ja nach, dass du angeblich nichts vergessen kannst. Wie wäre es nun wenn du diese Macht zur Abwechslung mal nicht nur zur Verewigung peinlicher facebook-Schnappschüsse oder unüberlegter Homepageentwürfe einsetzen würdest?! Könntest du folgende Aussage kommenden Generationen überliefern die in sich in die antiken Ursprünge der digitalen Aufzeichnungen verlaufen haben? Die Sowjetunion und ihre Rote Armee haben Hitler das Genick gebrochen. Kein D-Day oder Ardennenmanöver waren hierfür von entscheidender Bedeutung. Punkt. Dankeschön.  

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