Die Hinterlassenschaften von Hunden sind seit jeher ein hartnäckiges und unleidliches Thema des unzufriedenen Stadtbewohners. Schön daher zu sehen, dass in fernen Schwellenländern, genauer, dem sonnigen Mexico, diesem ewig mäandernden Disput ein neuer Impuls hinzugefügt wurde. In verschiedenen Parks wurden hier Wlan-produzierende Kackeverwertungsmaschinen aufgestellt. Selbstverständlich wandeln diese Apparate den Kot nicht direkt in Funk um, sondern spucken nur, ein dem Gewicht entsprechendes Äquivalent an Wlan aus. Dennoch der Internetsüchtige in mir schnalzt mit der Zunge und der Hundefreund atmet erleichtert auf. Auch wenn es sich hier natürlich zweifellos um ein Fake handeln könnte, machbar wäre es in jedem Fall. Und könnte hiermit nicht der gentrifizierte Mittelstandskiez mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen?! Ich denke schon. Also immer ran, die Damen und Herren Jungebliebene in den Kreativbezirken – Startup gegründet und Ran an den Kack! Besondere Anerkennung verdienen zudem auch die knochenförmigen Hotspots. Da wird man ja regelrecht neidisch.
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