Letztlich war ich nach Genuss des Buchs aber dann doch ein wenig durcheinander. Ich komme bis zur Stunde nicht zu einem angemessenen Urteil. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, einiges nicht wirklich begriffen zu haben. Das mag zum großen teil an dem Umstand liegen, dass der Autor sich einer Sprache bedient, die aus dem Bereich der Compterspiele stammen. Schließlich ist dies auch Thema des hier entworfenen Szenarios. Es handelt sich hier keineswegs um eine vorsichtige Sci-Fi-Adaption einer möglichen Gamifizierung der Gesellschaft. Der Roman greift größer an: Wir befinden uns in einer sehr fernen Zukunft, in der sich alles ums Gaming dreht. Gaming ist nicht mehr bloß Unterhaltung und Ablenkung. Kein Zeitvertreib oder Spaß, sondern erbarmungslose und lebensgefährliche Arbeit. Spielen hat die klassische Arbeit abgelöst, anstatt Dollars, Euros und Yen gibt es logischerweise Punkte und andere virtuelle Belohnungskategorien. Soweit so gut. Der Reiz sich eine solche Perspektive hat durchaus etwas für sich, dennoch empfand ich den Schreibstil als etwas zäh und manche Annahmen technisch weithergeholt oder schwer verständlich. Doch dies kann natürlich auch an mir und meinem mangelnden Verständnis für die Materie liegen. Spannend empfand ich es dennoch über weite Strecken und würde es relativ bedenkenlos weiterempfehen. Allein aus dem Grund, zu erfahren wie andere Leser mit diesem Buch klargekommen sind.
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