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Wie alles begann…

Gestern war Wandertag, oder Exkursion wie wir Studenten sagen dürfen. Und wohin exkursierten wir? Natürlich nach Berlin, genauer, ins Deutsche Technikmuseum. Hier zeigte uns Horst Zuse, der Sohn des großen Konrad Zuse, wie alles seinen Anfang nahm. Das digitale Zeitalter begann in einer “guten Stube” in der Wrangelstraße. Hier zimmerte Konrad mit tatkräftiger Unterstützung seiner Eltern in mühevoller Kleinarbeit den Z1 zusammen. Den ersten Computer der Welt. Ein wahrlich beeindruckendes Stück Mechanik!

Frisch gelesene Bücher: Little Brother

Wie vor geraumer Zeit schon angekündigt, stand die Lektüre des obengenannten Buches ja auf der gemeinsamen Leseliste. Dieses Mal wagt sich Doctorow nicht sonderlich weit in die Zukunft hinaus, sondern beschreibt den modernen Überwachungsstaat, welcher in den USA nach einem Terroristenanschlag entsteht. Dies, so mag der eine oder andere denken, ist nun wahrlich kein überaus originelles Thema und dennoch gelingt es Doctorow auf seine unnachahmliche Art, Spannung zu erzeugen und neue Blickwinkel entstehen zu lassen.

Zentrale Handlungsfigur ist eine Teenager, welcher mit einfachen – manchmal vielleicht zu einfachen Methoden – versucht Widerstand zu leisten. Mit eben dieser Einfachheit habe ich wenn überhaupt, oftmals Probleme. Sicher, dieses Buch richtetet sich vornehmlich an junge Erwachsene und entfaltet daher nicht immer jenen Komplexität die dem Thema angemessen wäre, aber dann und wann erscheint es mir schlicht zu hastig hingeschrieben. Nichtsdestotrotz handelt es sich hierbei um eine sehr feine Skizze eines realistischen Polizeistaatszenarios der Zukunft. Es schildert in plastischer Weise sowohl die Konsequenzen, die sich für die Menschen ergeben, als auch die Möglichkeiten wie man sich dagegen wehren kann. Wenn auch nicht immer alles stimmig erscheint und manche technischen Prognosen gewagt anmuten, so bleibt dieses Buch doch für alle wachen Zeitgenossen eine absolute Leseempfehlung.

Qual der Qual

Wenn wir einmal ganz entspannt und novemberlich versöhnlerisch das Wahlsystem der USA als halbwegs demokratisch ansehen wollen, dann erscheint jener krasse Einzelfall, welcher während des Wahlabends durch das Internet geisterte, doch gelinde gesagt ernüchternd.

Nun gut. Die Sache mit dem Einzelfall wollen wir hier mal einfach so stehen lassen. Ich empfehle wärmstens zum Stichwort Wahlcomputer und zum Themenbereich “The Best Democracy Money Can Buy” sich die zwei Stunden zu gönnen und den aktuellen Alternativlos-Podcast zu genießen.

Auch schön ist diesbezüglich der Vergleich auf netzpolitik.org von Wahlcomputern mit “einarmigen Banditen”. Auf jeden Fall sollte man angesichts dessen mehr als gewarnt sein und den Einsatz von wie auch immer gearteten Wahlcomputern hierzulande mit allen Mitteln zu verhindern. 

Früher war auch alles schlechter

Tja was soll man dazu sagen, außer den offensichtlichen und vorhersehbaren technophoben Scherzigkeiten?! Na dann lassen wir uns halt mal weiter enttäuschen. Aber das auf einem unfassbar hohen Niveau. Und immer wieder: Wenn man die Kürze der Zeitspanne bedenkt, die zwischen heute und diesem Rapport liegt, kann einem schon schwindlig werden. Der gesamte Bericht der guten, alten Stiftung Warentest darf selbstverständlich auch genossen werden. Es lohnt sich.

Getestet wurden in dieser Ausgabe die Computer Atari 600 XL, Commodore 64, Dragon 32, EACA Colour Genie, Sinclair ZX Spectrum, Tandy TRS-80 und Texas TI-99/4A. Man beginnt mit der schockierenden Aussage: “Kein einziges Unternehmen der Heimcomputer-Branche hat bisher der amerikanischen Öffentlichkeit einen einleuchtenden Grund dafür genannt, weshalb man sich einen Heimcomputer kaufen sollte.” Und so reißerisch geht es fortan weiter. Kaum ein gutes Haar wird an den armen gelassen. Wahrlich bestes Propagandamaterial für den nächsten Hysterienanfall sollte es mal wieder nicht so laufen mit die Computers von heute.

Verehrte Symbolerfinder!

Mit Sicherheit ist das Kreieren von neuen Logos und Symbolen ein unterschätzter Knochenjob und in der Regel bin ich ja auch recht zufrieden mit eurem Schaffen. Aber als ich nun unlängst meinen metallenen Freund mit dem neuen, superduperschnellen USB ausstattete, fiel mein Blick auf die Etikettierung eben jener neuen Schnittstelle. Und irgendwie, also ich weiß nicht… ss Schon klar, das kann natürlich “super speed”, “sehr schnell” oder “sonstwas saugen” heißen. Aber dann gibt es da ja auch noch eine international doch recht bekannte Bedeutung und ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass eure Masterhirne desterwegen nichts besseres hättet hinlegen können. Überarbeitet das doch bitte nochmal!