unwillkürlich fragt, warum es vor langer Zeit so wichtig schien, einmal auf der anderen Seite der Mauer zu stehen.
Und dieser Gedanke ist nicht mal in erster Linie spandaufeindlich. Aber nein!
Ziemlich wenig lege mir ferner. Es ist vielmehr so, dass diese zahnlose Gewöhnlichkeit,
die hier mit der unbesiegbaren Beharrlichkeit von Unkraut emotionslos vor sich hin wuchert, in mir nichts auslöste, nichts berührte – lasch säuselnde Winde trieben müde Heuballen an meinem neugierig schlagenden Entdeckerherzen vorbei!

Wer verbindet mit dem aufreizenden Stahlbetongewölbe
nicht auch die eine oder andere Erinnerung, welche von ‚Endlich!‘ bis ‚Na dann woll’n wa mal‘ reicht.
Nun mag der keck aufgelegte Blogverfolger naseweis einwerfen, dass wäre bei dieser
Art von Ausflügen ja mal was ganz Überraschendes.
In der Tat! Doch irgendwas fanden wir dann noch immer von Ahrensfelde bis Hennigsdorf. Nicht so in Spandau! Aber vielleicht waren wir ja auch nicht in Form. Schließlich kostet es immer wieder ein wenig Mühe, sich nach dem Glamour-Dezember im doch reichlich spröden Januar zurechtzufinden. Andererseits sprechen die Bilder eine andere Sprache.

Wer kennt dieses Gefühl nicht?! Das Leben meint es nicht gut mit einem, das Wetter ist miserabel, der Rücken schmerzt und man weiß, das wird sich alles so bald auch nicht ändern. Und dann betritt man eine dieser preussischen Festungen. Und alles ist wie weggeblasen!
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