Es braucht ja nun wahrlich wenig um mich für Odessa zu begeistern. Seit Jahren, achwas, nunmehr Jahrzehnten geistert das Traumbild des schnuckligen Schwarmeeridylls durch meine Reisepläne. Doch bislang blieb es eine Träumerei. Da ist das nachfolgende, entzückende Zeitdokument doch ein willkommene Kelle Öl, die auf das zischende Begehren des gezielten Fernwehs gegossen wird. Ach, da werden Erinnerungen wach. Wie ich damals, als die Gelenke noch elastisch und die Angst unterentwickelt, mit auf Sandpapierbeklebten Brettern an die ein paar zersägte Rollschuhe genagelt waren, die Schlaglochpisten des Elbtals hinunterfegte. Schön zu wissen, dass in der Stadt meiner Sehnsüchte zur selben Zeit ähnliche Gelüste ausgelebt wurden. Beim verzückten Genuss des kurzen Streifens rechnete ich nun damit, dass die verrückten cкейтбордep auch die berühmte Treppe in ihrer halsbrecherischen Manöver einbauen würden. Doch angesichts der ansonsten überaus disziplinierten Jugendlichen, welche in adretter Sportkleidung und vorbildlichen Kniebeschonung hier ihren Auftritt feiern, wäre eine solche Entweihung undenkbar. Jedenfalls gibt es zumindest hiervon keine verbürgten Aufnahmen.
Entdecke mehr von Viva Peripheria
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.
Bald sind ja die Geldbeschaffungsspiele der Gauner im Zeichen der fünf Ringe dort zu Gast. Da lohnt das Ziel gleich doppelt. Empfehle eine ausgedehnte Küstenfahrt mit einem der wenigen Meeresbodenschatzsucherboote. Ursprünglicher und rauher kann es kaum werden. Aber: trainiere dafür! Die weigsten ersaufen dort im Wasser, mehr in der "Butilka".