Ahrensfeldstudie

So geschah es an einem erbärmlich daherkommenden Sonntag, dass sich ganze zwei furchtlose Herren fanden, die dem ereignisarmen Norden Berlins etwas abgewinnen wollten. Begleitet
von zwei gar wunderschönen Hunden sprangen sie jugendlich beschwingt in eine S-Bahn und fuhren los.


Unerbittlich und düster scheinen die Betonmale der berüchtigten Suburbs zu warnen, doch noch sind wir unvoreingenommen und haben ein fröhliches Lied auf den Lippen.


Schon bald sind wir da uns springen genauso jugendlich, nur ein Stück weit aufgekratzter heraus und sehen einenBahnhof, der keine Fragen offen lässt.


Bahnhof, der keine Fragen offen lässt.

Doch unser kleines Expeditionskorp ist wie gesagt ebenso klein wie tapfer und schlägt sich unbeeindruckt weiter durch.
Hinter dieser Tür könnte es sein. Die Erfüllung aller Wünsche, das Paradies, der Kommunismus,  die Beste aller denkbaren Welten, ein Land in dem Steaks und Hackepeter fließen, in dem die Sonne immer scheint und es kein Alter und keine Sorgen gibt – aber wir finden dann doch nur das erwartete eigentumsgeile Speckgürtelröslein vor. Eigentlich keine Überraschung wenn man ehrlich ist.

Unser Weg führt an einer tosenden und humorlosen Bundesstraße entlang, die uns mit
ihrem Decknamen „Barnimer Dörferweg“ angesprochen und verführt hatte. Doch schon bald verließen wir die Straße und bogen ein in eine der vielen neuen Straßen Ahrensfeldes ein.
Typische Ahrensfelder Straßenszene. Man beachte die gleichermaßen seelisch
gebrochene wie fröhlich-selbssichere Körperhaltung des sympathischen Eingeborenen
im Vordergrund.

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