Hennigsdorfer Impressionen


Ein wenig später als gewohnt die Manöverkritik unseres vorweihnachtlichen Ausflugs ins schöne Hennigsdorf. Wieder einmal fand sich ein wissbegieriges Häuflein unverbesserlicher Peripheriker um dem Brandenbugischen einen weiteren bunten Nachmittag zu entreißen.

 
Entschlossener Sanftmut wie entfesselter Hedonismus strahlt uns von diesem Bild entgegen. Die Spannung ist greifbar, der Aktionismus kaum noch zu bändigen – so sehen sie aus die Kämpfer für ein Brandenburg mit menschlichem Antlitz!

Hennigsdorf offenbarte sich bereits nach den ersten Blicken als charmanter Siedlungsversuch mit Pep. Die vorweihnachtliche Stimmung verlieh dem schüchternen Randjuwel zusätzlich einen gewissen Drive. Wir begannen zaghaft mit neugierigen Schlenderversuchen durch die leicht kommerziell angehauchte Innenstadt und machten uns schnell mit den Verlockungen Hennigsdorf vertraut.

“Berlin, Berlin – Schuldenberlin” gellte es mit gewohnter Ungezwungenheit aus unseren Kehlen als wir den Boden Brandenburger Prosperität betraten. Was Wunder, dass die verarmte Reisegruppe sich mit unverhohlener Gier auf die fetten Brosamen der preussischen Patrizier stürzte.

Ungläubiges Staunen befiel selbige Reisegruppe jedoch angesichts der überbordenden Auslagen der Hennigsdorfer Goldschmiede. Traurig dachte ein jeder an das abgetragene Unterhemd oder das schäbige Holzpferd, was ihn am Heiligabend als Geschenk erwartete.

 

Mit routinierter Lässigkeit, die den Unterschichten schon seit Urzeiten eigen ist, wurde die erlittene Pein schnell mit zusammengeschnorrten Quarkkäulchen und Glühwein bewältigt.



Die eigentliche Mission der Ausflüge: Die Vermehrung von Wissen jeder Art, nahm seinen Anfang. Mit nahezu übereifrigem Ehrgeiz beschäftigte sich das Kollektiv mit den Erkenntnissen der Hennigsdorfer Heimatkundler.



Sobald auch nur die kleinste Pause entstand, reflektierte man das Erworbene und ergänzte es mit zusätzlichen Informationen.

Doch ein Ausflug nach Hennigsdorf wäre unvollständig ohne den Kreißsaal preussischer Lokomotiven und Waggons zu besichtigen. Schon nach wenigen Metern erhielten wir unmissverständlich zu verstehen, dass die schienengebunden Transportmittelgilde hier ein wehrhaftes Hauptquartier hatte.







Ratlos standen wir vor den Anlagen der Lokbaukünstler. Das ausgelobte Museum ließ sich nicht finden.



Doch wer könnte angesichts der fruchtbaren und lebensbejahenden Natur lang vergnatzt sein. Wir jedenfalls nicht. Ein fröhliches Lied auf den Lippen tänzelten wir beschwingt heim in unsere graues Schuldenloch…

Kommt auch im neuen Jahr und entdeckt die Randgebiete! Diesmal geht es um einen beschaulichen Stadtspaziergang durch Spandau! Also, bis bald!
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