Hinter den Kulissen



Hundefreund, Visionär, Fischkopp – einer der Macher des vielbeachteten Welpenprojekts bei der Arbeit

Mit Sicherheit will der eine oder andere, der die packenden Schilderungen der letzten Wochen auf diesem Erlebnisblog verfolgt hat, mehr wissen über Hinter- und Beweggründe des ehrgeizigen Projekts, in neue Dimensionen hündischer Niedlichkeit und Intelligenz vorzustoßen. Noch vor wenigen Wochen hielt man nicht allzu viel von jenen Visionären, die das Potenzial einer Zuma-Sancho-Vereinigung erkannt hatten. Von skeptischer Belächelung bis zu offener Verhöhnung reichten die Reaktionen. Doch die Praxis strafte bislang alle Nörgler Lügen. Gute zwei Wochen sind verstrichen. Wochen die Niederschläge ebenso bereithielten wie furiose Erfolge. Zeit also kurz innezuhalten und uns mit den Machern und Macherinnen dieses evolutionären Meilensteins zu beschäftigen. Das Zeug zum Liebhaber

Die bitterkalte Januarstimmung ist sofort vergessen wenn man die behaglich eingerichteten Räumlichkeiten des Welpenhauptquartiers betritt. Die Wärme des Raums wird zudem unterstützt durch die Herzlichkeit der „Mutti vom Dienst“ (MvD), Lars W. (Name von der Redaktion gekürzt). Mit ausladender Geste rückt dieser uns einen an Bequemlichkeit kaum noch zu überbietenden Klappstuhl zurecht, reicht uns eine dampfende Tasse Kaffee und breitet das Gesicht zum Gespräch aus. Auf unserer erste Frage, wie man denn auf eine solche Idee, die Erschaffung der besten Hunde aller Zeiten (Arbeitstitel: Sazu), überhaupt käme, schnurrt der charmante Endzwanziger verschmitzt in sich hinein. „Natürlich sind hierfür eine Menge Gründe verantwortlich“, brummt er mit sonor-hysterischer Stimme während er verzückt in seinem Flaumansatz krault, „Zum einem kann man ja erst auf eine solche Idee kommen, wenn man eine der besten Hündinnen der Welt besitzt. Das dem so ist, wurde mir recht bald klar. Doch um den Traum der besten Hunde zu verwirklichen, braucht man sodann eine gehörige Portion Glück hinsichtlich des Rüden.“ Hier verfällt der utopistische Züchter kurz in nachdenkliches Schweigen. „Wie lange war ich auf der Suche. Ich hatte schon fast aufgegeben. Da traf ich auf diesen braunen Blitz. Er hatte einfach alles: Eine stattliche Physis, berstende Intelligenz, traumhafte Reflexe und, was viel wichtiger wahr – er hatte das Zeug zum Liebhaber.“ Ein Job für ganze Kerle

Damit ist unsere erste Frage hinreichend beantwortet. Ein kurzer Blick auf die glückliche Hündin in ihrem Körbchen und ihren Nachwuchs, der in den kommenden Jahren so viele Fragen beantworten wird, erübrigt viele Zweifel, die wir mit uns gebracht hatten. So wenden wir nun unser Interesse auf eher praktische Fragen. Wie, so fragen wir uns und das anwesende Betreuungspersonal, erlebten sie denn die letzten Wochen. Welche Spuren hinterließen die aufreibenden Tage und die außergewöhnlichen Nächte bei denen, die dieses Projekt direkt betreuten? „Tjaha,“ raunzt es aus dem welpengegerbten Gesicht von Lars W. heraus, „das ist schon Arbeit für ganze Kerle. Ich habe gestandene Männer bei der Geburt zusammenbrechen sehen, bärige, routinierte Fronthebammen, die angesichts der dräuenden Herausforderung nie wieder dieselben geworden sind. Vertrauen Sie mir, für diesen Job müssen Sie zäh und ausdauernd sein, Sie müssen auf Schlaf verzichten können und Schmerz ertragen können, in einem Ausmaß bei dem keine irdischen Kriterien angewandt werden dürfen. Gleichermaßen müssen Sie aber dennoch über eine Sensibilität verfügen, die es ihnen stets ermöglicht angesichts einer Rose in Tränen auszubrechen. Solche Menschen findet man nicht am Wegesrand“, sinniert der Ausnahmezüchter und seine Augen verlieren sich im grauen Winterhimmel. Bald findet sein Blick jedoch seine treuen Mitstreiter Heik E. (Alpha-Hebamme der ersten Stunde), Sasha A. (Papa vom Dienst), Der Troll (Energielieferant und diensthabender Welpensexist) und seine geliebte Trulla (Beta-Hebamme allererster Güte) und uns wird bewusst, dass es Zeit ist zu gehen. Das Züchterkollektiv bei ihrer verantwortungsvollen Arbeit: liebevolles Streicheln und expertiges Begutachten

Wir haben verstanden. An diesem Ort ist neues Leben entstanden, welches dank des unverbrüchlichen Glaubens und der verbissenen Arbeit von ein paar unverbesserlichen Idealisten gedeiht. Wir werden weiter dran bleiben und die Entwicklungen gewohnt minutiös darstellen.

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