Archiv der Kategorie: Bilder

Von der Maas bis an die Maas

Und erneut trieb die unstillbare Wissbegier die Reisegruppe “Gute Nachbarschaft” hinaus in die weite Welt, genauer nach Holgien. Da wir taktisch gewieft mit Maastricht ein Ziel wählten, welches im untersten Zipfel der Niederlande zu finden ist, konnten wir dieses Mal den ersten Doppelländerpunkt ins Auge fassen. So gelang uns der fließende Übergang von Maastricht ins nahegelegene Liège/Luik/Lüttich mühelos und flugs stehen wir kurz vor dem Ende der Mission. Nur noch Luxemburg und Frankreich trennen uns von dem krönenden Abschluss der Mission. Fazitär verbleiben wir mit Bene: Der Märchenbuchcharme von Maastricht behagt dem einen oder anderen mehr als das chaotische Wirrwar Lüttichs. Zu viel Bierauswahl kann auch ein Problem sein. Und letztlich ist doch alles Käse! Doch konzentrieren wir uns zunächst auf die Auswertung der Erlebnisse in Holgien in Bild und Link.

     

Empfehlenswerte Orte in Maastricht & Lüttich

  • Reitz, direkt am Maastrichter Marktplatz gelegen, auf zahlreichen Seiten wird dieser Laden empfohlen, wenn man nach den besten Pommes suchen sollte. Wir konnten nichts Gegenteiliges beweisen, da wir nach der hier verabreichten Portion nicht in der Lage waren, noch eine weitere Portion der Konkurrenz zu vertilgen
  • Spaziergang mit Aussicht und etwas Abstand zu den überfüllten Gassen der Altstadt: die Brusselestraat hinauf zur St. Lambertuskerk und dann über die üppig überwucherte Festungsanlage wieder hinab an die Maas
  • Café Frape und Café ‘t Pothuiske – diese beiden nah bei einander liegenden Lokalitäten verfügen neben freundlichster Atmosphäre, trotz des irreführenden Titels “Café” über eine erschütternde Anzahl an Bieren. 
  • Eine nette Idee war es in der Tat den Katzensprung nach Belgien mit dem Schiff zu unternehmen. Pünktlich um 10 fährt ein Schiff für etwas über €10 aus dem Herzen Maastrichts in das Zentrum Lüttichs.  
  • zwei Dinge muss man in Lüttich bestaunt haben, den Bahnhof und die Treppe. Die 374 Stufen der Montagne de Bueren sind ein machbares Unterfangen um etwas Überblick zu gewinnen. Zu dem Bahnhof muss ich nicht viel sagen oder will nicht viel verraten. Es lohnt sich in jedem Fall!
  •  Le Carré sei für Lüttich grob als Ganzes empfohlen. In diesem zentral gelegenen Viertel ist wohl schon Dienstagnachmittag so viel aufreizendes Barleben zu erleben wie in Masstricht am Freitagabend. Einzelempfehlungen verbieten sich – dieses Kiez ist ein Gesamtkunstwerk. 

Gedser geht sehr

Nach längerer Zeit machte sich die Reisegruppe “Gute Nachbarschaft” mal wieder auf den Weg. Dieses Mal war nach Schweiz, Österreich, Tschechien und Polen, entgegen dem Uhrzeigersinn nun Dänemark dran. Wir blieben auch gleich nach der Überfahrt hängen und genossen so die wahrscheinlich mit Abstand kleinste Siedlung dieser Reisereihe – Gedser (800Ew.). Wen mag es dabei verwundern, das unser kleinstes Nachbarland (Hört mir auf mit Luxemburg!) folgerichtig auch mit der kleinsten Delegation aus dem Wedding beehrt wurde. Doch das tat der üblichen Entdeckerfreude und dem nachbarschaftlichen Kennenlernen keinen Abbruch. Wir nehmen mit: der Däne hat es gern still, Smørrebrød ist eine vollwertige Mahlzeit und øl ist teurer als Öl. Ich zumindest mag das kleine Land im Norden, auch wenn ich es nicht allzu oft machen kann, da ich im Anschluss immer zwanghaft alle Filme der Olsenbande bingen muss.

Ein paar Blicke zurück

Was kann man im dunkelsten Januar seit Beginn der Wetteraufzeichnungen Besseres machen als sich Bilder vom vergangenen Italienausflug anzuschauen? Natürlich: diese Hoffnungsschnappschüsse mit anderen Ergrauten und resignierten Klimagenossen zu teilen. Es braucht nicht mehr lang, dann wird es auch hierzulande wieder erträglicher und wenn nicht, der nächste Zug wartet schon…

Bezirke bezirzen – sechstes Kapitel: Nüchtern, November, Neubrandenburg

Zunächst sei an dieser Stelle erst einmal voller Demut der triefend nasse Hut gezogen. Ich hab nicht wirklich dran geglaubt als ich an einem vernieselten, grauen Novembervormittag ans S-Bahngleis trat, dass ich tatsächlich in Gesellschaft nach Neubrandenburg reisen würde. Doch die üblichen Verdächtigen fanden sich tatsächlich auch zu dieser dann doch eher unattraktiven Bezirksstadttour ein.

Und so tuckerten wir gemächlich an Landschaften vorbei die uns mit ihren Schattierungen von hell- bis dunkelgrau gekonnt einlullten. Bald mussten wir den Zug dann doch verlassen und stolperten an einem jämmerlichen Bahnhof vorbei, mitten rein in die reizende Vier-Tore-Stadt. Vier Tore, mehr fällt selbst gewieftesten Periperikern nicht zu dieser Stadt ein, bei deren Erwähnung nicht wenige Berliner irritiert reagieren (“Neubrandenburg? Brandenburg? Neu? Wie jetzt?”). Pflichtschuldigst bummelten wir dann auch bei weiterhin erlesenen Nieselwetter den Stadtwallrundgang ab und goutierten sämtliche Tore.

Danach war es dann auch mal wieder gut. Wir schlenderten am zaghaft aufkeimenden Weihnachtsmarkt vorbei, speisten anständig mecklenburgisch im “Schweinestall” und verließen dann in angemessen Tempo die Backsteingotikmetropole.

Fazitär sei hier angemerkt, dass naturgemäß wenige Städte an einem solch düsteren Novembertag zu überzeugen wissen. Sicher gewinnt der Vier-Tore-Reigen im lebensbejahenden Lenz bei Vogelgezwitscher und linden Lüftchen. Und auch wenn der Peripheriker-Rat harmonisch und liebenswert wie immer die Vorzüge Neubrandenburgs mehr als einmal hervorhob, es wird schwer für Mecklenburgs drittgrößte Stadt sich auf das Siegertreppchen der Bezirksstädte zu schmuggeln.

Lebus – Bacchus – Zielonus Górus

Ein weiteres Mal zuckelte die  Karawane in die Ferne. Das ehrbare Ansinnen, allen Nachbarn einen kleinen Besuch abzustatten, führte dieses Mal zu so etwas wie einem Heimspiel. Schließlich ist der Polonisierungsgrad der üblichen Reisegruppenzusammensetzung doch erheblich über dem Durchschnitt. Andererseits war Zielona Góra für uns relatives Neuland. Die kleine unscheinbare Weinmetropole sollte, so der Plan, uns an einem Wochenende nicht überfordern, sondern uns ein paar gelassene Herbsttage in der Provinz gestatten. Doch wir hatten es wohl ein wenig unterschätzt. Wer hätte das gedacht? Zielona Góra ist mehr als ein Two-Night-Stand!

Nur Gutes aus der Salzkammer

Die zweite Stippvisite in unserer herzallerliebsten Nachbarländer führte uns dieses Mal nach Österreich, genauer, nach Salzburg. Wir nehmen mit: Kulinarik fantastisch, Kultur ohne Ende, Sauberkeit über alles und Österreichisch ist der beste Dialekt der Welt. Jedenfalls an diesem Wochenende.

Nächste Station: Rummähren in Mähren – Brno

Geschrieben vonBerlin, Berlin, Germany.

Zügig nach Zürich

Obzwar es ein trauriger Anlass war, nämlich die Abschaffung des deutschbahnigen Nachtzuges, wurde es dann doch eine recht fröhliche Reise und eine ausgedehnte Erneuerung der nachbarschaftlichen Beziehungen.

Wir taten alles was von touristischer Seite von uns erwartet wurde: an soviel wie mögliche Worte ein “li” ranhängen, langsam sprechen mit lautem sprechen zu verwechseln und ganz allgemein alles furchtbar niedlich zu finden. Die Gegenseite glänzte auch mit Vorhersehbaren und wartete mit absurden Preisen für die banalsten Produkte des täglichen Bedarfs auf und ignorierte uns sonst auf vornehmste Weise. Viel gesehen haben wir schlussendlich nicht, wahrscheinlich weil wir uns soviel erzählen mussten. Dieser Redebedarf spricht für Wiederholungstaten. Das Konzept war schnell geboren – der Nachbarschaftsparcour. Nächste Station: Salzburg.

Geschrieben vonBerlin, Berlin, Germany.

Passbilder: Niedere Tatra

Im Schatten so mächtiger Gebirgsprominenz wie der Primadonna Hohe Tatra, der grazilen Virtuosin Mala Fatra und dem verspielten Tausendsassa Slowakisches Paradies, erscheint die Niedere Tatra dem unbefangenen Betrachter zunächst etwas spröde und reizlos. Doch bei näherem Hinsehen erkennt man schnell die kostbaren Alleinstellungsmerkmale dieser vermeintlichen “grauen Maus” unter den slowakischen Bergensembles.

Ein langer Pass, der nur zweimal deutlich unter die einmal erreichte Kammhöhe (ca. 1500 m) fällt, somit also die Möglichkeit zu fünf Tagen entspanntem Kammwandern bietet. Ein zumindest im Ostteil unfassbar unberührtes Waldgebiet, die dem der eine Auszeit sucht, sie fraglos in der Lage ist zu bieten.

Weitere Tipps, Empfehlungen und Nachahmungsratschläge folgen demnächst. Hier aber nun erstmal die optische Überzeugungskeule!