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Münzenberg 029 – Das literarische Trio: Der Gang vor die Hunde

Nach langer Zeit wieder da. Euer Lieblingsbücherclub gibt sich die Ehre und dies sogar mit 50% mehr Deutungskraft. Erstmals dabei der Empfehler des besprochenen Buchs höchstselbst – Noël! Wir freuen uns, euch diese Mal einen wahrhaft empfehlenswerten Leckerbissen zu präsentieren.

Progrès. Les Escargots non sympathiques

Kästners Meisterwerk, so die einhellige Meinung. Eindeutige Leseempfehlung für dieses frische und geistreiche Buch. Ein Buch wie es definitiv mehr bräuchte. Aber hört selbst.

Shownotes:

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Münzenberg – MZB028 – Das literarische Duo: Moby Dick

Und hinein geht’s in das verheißungsvoll glitzernde 2018 mit einem mächtigen Schinken. Einem der Schwergewichte aus der Kategorie “Kenn-ich-aber-noch-nie-gelesen”. Hier die wichtigsten shownotes zum Gesprächsverlauf:

Wahl des nächsten Buchs: 1. Die Entdeckung der Langsamkeit 2. Der Gang vor die Hunde 3. Frankenstein

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Die große Podcast-Revue 2017

Ich höre Podcasts nicht erst seit sie mal wieder, wie dieses Jahr, von einer Hype-Welle nach oben gespült wurden. Schon seit geraumer Zeit gehören sie zu meinem festen Informationsinventar. Ja, ich muss sogar gestehen, dass sie über die Zeit zu meiner Hauptinformations und -amüsemangquelle geworden sind. Es ist also an der Zeit, etwas zurückzugeben und die Werbetrommel zu rühren für diese üppig sprießende Nischenkultur aus Wissen, Unterhaltung und Gemeinschaftssinn, welche da seit Jahren friedlich und ohne viel TamTam vor sich hin gedeiht.

Auf die Idee einer kleinen Podcast-Revue kam ich als ich die Statistikoption in der Podcast-App meiner Wahl “Podcast Addict” entdeckte.  Damit hätten wir auch schon einen bedeutenden Aspekt der Podcasterei angesprochen. Die falsche App kann hier zu viel Unmut und Einsteigerfrust führen. “Podcast Addict” hat aus meiner Sicht, nach dem ich zuvor einige Missgeburten probiert hatte, außer einem reichlich peinlichen Titel kaum Makel vorzuweisen und wird ständig mit Updates sowie sinnvollen Funktionen ergänzt.

Kommen wir also zunächst zur allgemeinen Übersicht: Heute am 20.12. sind grundsolide 16 Tage und 23 Stunden mit dem Genuss von Podcasts vergangen. Eine stattliche Zahl fürwahr. Ein weiterer Grund diesen offensichtlichen Schwerpunkt in meinem Leben mal etwas gesondert zu betrachten. Welches Medium kann aktuell mithalten? Lesen, Serien, Gespräche? Für einen diesbezüglichen Abgleich fehlen mir leider die Daten. 68 Podcasts habe ich gegenwärtig abonniert, 10 von diesen haben sich aber seit bedenklich langer Zeit nicht mehr gemeldet.

Diese Übersicht ist ähnlich wie die nach einzelnen Podcasts erstellte Liste etwas verfälscht. Wenn hier beispielsweise die “Freakshow” mit einer Gesamthördauer von einem Tag und 16 Stunden auftaucht, dann liegt das nur zum Teil an den berüchtigten Folgenlängen mit denen die Herren und Damen Nerds hier aufzuwarten wissen. So sehr mir alle Protagonisten dieser entspannten Plauderrunde über Technik, Gesellschaft und das Leben allgemein ans Herz gewachsen ist, speziell wenn der Podcast seinem früheren Namen “Moblie Macs” alle Ehre macht und sich jene sympathischen Brüder im Geiste zu veräppelten fashion victims wandeln, bin ich stets froh um die Errungenschaft der Kapitelmarken, welche mir ohne viel Mühe ermöglichen, derlei erkenntnisarmes Geschwätz zu überspringen. Gefühlt liegt die “Freakshow” also locker bei der Hälfte der Hördauer, was sie aber immer noch auf einem der vorderen Plätze landen lässt. Und warum auch nicht?! Zwischen den erwähnten Durststrecken werden hier interessante Themen entspannt besprochen, in den Kommentaren sammelt sich ein auserlesenes Auskennervolk, welches mir schon mehr als einmal mit Tipps das Leben versüßt hat, die ich sonst wer-weiß-wie entdeckt hätte.

Desweiteren finden sich, wie mich nicht weiter verwundert, zwei Podcasts aus dem Graubereich des Comedy auf den nachfolgenden Plätzen. Beide gehören nicht zu jener autonomen Nische von idealistischen Sendern, die ohne größere Werbung oder Plattform aus sich heraus ihre Hörer gefunden haben. Ich habe damit weniger ein Problem. Schlussendlich entscheidet Qualität und wenn Öffentliche-Rechtliche oder private Streamingplattformen das Medium Podcast zu entern glauben müssen, so werden sie nach meinem Dafürhalten hier nur scheitern wenn sie sich nicht anpassen, quasi auch ihre Nische finden. So gesehen könnten also alle Beteiligten gewinnen. Bei“radioZwei” handelt es sich um eine wöchentliche Produktion von radio1, die ich nur wärmstens weiterempfehlen kann. Wenigen gelingt es mich in deutscher Sprache in derart zuverlässiger Weise zum Lachen zu bringen. Mit “Fest&Flauschig” aka “Sanft&Sorgfältig” hadere ich dagegen deutlich mehr. Abgesehen davon, dass ich den arroganten Gymnasiastenhumor Böhmermanns bisweilen wenig abgewinnen kann. Sowas kann ich im Zweifel auch selbst liefern. Vielmehr kommen mir die Folgen der letzten Monate ein wenig selbstgefällig und uninspiriert vor. Aber man hört sie natürlich weiter, die Große Dame der deutschen Podcastszene. Keine Frage!

Auf den weiteren Plätzen folgen dann auch jene Podcasts die durch regelmäßige Produktionen glänzen. Natürlich möchte ich die wöchentliche Einschätzung der Gegenwart durch die “Lage der Nation” nicht mehr missen. Genauso wenig habe ich die Quatschrunden von “Herrengedeck” und “Gästeliste Geisterbahn” als freundliche Stimmungsaufheller für mich entdeckt. Auch das neu gestartete Podcastlabel “ViertausendHertz” sei hier lobend erwähnt. Nicht alles aus diesem Hause trifft meine ungeteilte Vorliebe, doch der Großteil der Produktionen hat zumindest meine Podcastlandschaft enorm bereichert.

Meine absoluten Lieblingspodcasts finden sich jedoch aus besagten Gründen nicht auf den oberen Plätzen. Noch am besten abgeschnitten hat dabei “Zeitsprung”. Dieser Podcast gehört definitiv in die Kategorie: “Wie konnte ich nur so lange ohne leben?!” Woche für Woche erzählen die beiden Moderatoren hier eine Geschichte aus der Geschichte und lassen mich stets angetan und inspiriert zurück. Der “Zündfunk – Generator”, erneut ein Geschöpf der Öffentlich-Rechtlichen, sogar aus Bayern, von BR2, erreicht mich definitiv nicht mit jeder Ausgabe, aber mit solider Zuverlässigkeit werden hier Themen in einer Qualität besprochen wie man sie anderswo händeringend sucht und gegenwärtig häufiger nötig wäre. “Neues vom Ballabala-Balkan” spiegelt vielleicht zum Teil meine neu erwachte Leidenschaft für Jugoslawien wieder und mag daher nicht jeden unbedingt ansprechen, doch die beiden Herren verstehen es abseits des jeweiligen Themas durch Eloquenz und abseitigen Humor zu bezaubern, dass man auch ohne viel Sachkenntnis und Interesse seine Freude haben kann. Außerdem wäre noch der jüngste Neueinsteiger in meine Charts “the end – der podcast auf Leben und Tod” zu erwähnen. Hier wird auf gelassene wie versierte Art mit verschiedenen Persönlichkeiten über das Thema Tod gesprochen. Mein Genuss an diesen Gesprächen erklärt sich mit Sicherheit nicht allein durch die gegenwärtige graue Saison – Klima, Inhalt und Intention der Gespräche werden mir zweifellos auch im Mai munden.

Zu guter letzt seien selbstverständlich noch die unterschiedlichen Formate aus der Metaebene lobend erwähnt. Der Grandmaster of Podcast, Tim Pritlove versteht es auf den unterschiedlichsten Kanälen meine Neugier zu wecken und schafft es mit seiner sachlichen und intelligenten Art, das Maximum aus diesem viel versprechenden Medium namens Podcast herauszuholen. Doch genug der Vorrede, hier kommt sie meine persönliche Liste der besten Podcasts, die ich in diesem Jahr die Freude hatte, hören zu dürfen.

Da es mir unmöglich erscheint, den besten Podcast zu küren, folge ich der Einfachheit halber der chronlogischen Abfolge.

Ein wichtiger und kundiger Einblick in das Wirken von Menschen, die aktiv gegen das tägliche Sterben an unseren Wohlstandsgrenzen vorgehen. Bemerkenswert und interessant. Ein großartiger Start ins neue Podcastjahr.

Unter der Flagge 1337@leetkultur erörtert Maha gerne in aller Ausführlichkeit und mit jeder Menge Charme ein spezielles Thema. Als es um Hunde ging, war ich naturgemäß sehr gespannt und hinterher umso begeisterter, was ich über meine geschätzten Kulturfolger noch alles Neues erfahren durfte.

Beim “Zündfunk – Generator” ist es eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, die beste Folge eines Jahres zu finden. Ganze fünf Ausgaben finden sich dieses Jahr auf meiner Favoritenliste. Das ruhige und tiefschürfende Nachdenken über das Phänomen Heimat möchte ich aber dennoch gesondert hervorheben.

Auch “Forschergeist” eines der zahlreichen Hörangebote aus der Metaebene macht es einem nicht gerade einfach in der Auswahl der besten Folge. Für mich war es nach langem Abwägen dann aber doch die Martin-Luther-Folge, da ich angesichts all der geschichtsverkleisternden Lobhudelei im Lutherjahr dieses Gespräch einfach nur erfrischend und erhellend fand.

Auch wenn die Herren gewaltig geliefert haben und speziell mit der Tito-Doppelfolge Herausragendes geleistet haben, die größte Freude empfand ich doch beim Genuss dieses Gespräch-Feuerwerks zum Thema jugoslawischer Fußball.

Zugegeben, die Auswahl der Skanderbeg-Folge ist aus rein persönlichen Gründen erfolgt. Zu abgefahren fand ich damals den Umstand, dass mit meiner Reise nach Albanien die Folge herauskam. Doch wie erwähnt, bei “Zeitsprung” ist das Thema reichlich egal. Man geht immer mit froh erworbenen Mehrwert aus einer Folge heraus. Erwähnenswert sei hier jedoch noch, dass das Thema Albanien mit einer Dreierfolge geehrt wird. So erfuhr der albanische Lotterieaufstand schon seine Würdigung. Das dritte albanische Thema steht noch aus und wird mit Ungeduld erwartet.

 

 

Geschrieben aus Berlin, Berlin, Germany.

Münzenberg – MZB027 – Das literarische Duo: Fahrenheit 451

Die Tage werden kürzer, die Blätter fallen sacht zu Boden, die Gedanken schwanken zwischen klarer Erkenntnis und düsterer Umwölkung. Beste Ausgangslage für einen weiteren Bücherclub. Erneut traf ich auf Feuser um mit ihm über einen Klassiker des dystopischen Genres zu plaudern – Fahrenheit 451.

 

 

 

 

 

Shownotes:

Mein Zuhause bei goodreads

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Münzenberg – MZB026 – Das literarische Duo: Der brave Soldat Schwejk

Wer hätte das vermutet? Eine vernichtende Kritik ereilt den wackeren Schwejk. Jedenfalls in seiner literarischen Urform als Roman. Selbst die tiefste Zuneigung zu meiner gefühlten Heimat Böhmen kann dies nicht abändern. Wieso? Weshalb? Wie haben es ausgesprochen, aber hört selbst!

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Münzenberg – MZB025 – Das literarische Duo: Schuld und Sühne

Und mal wieder ein neues Format: euer unberechenbares Meinungsmedium für alle Lebenslagen präsentiert die Reinkarnation des Buchklubs. Feuser und ich lasen “Schuld und Sühne” und sprechen darüber. Viel Vergnügen!

Von Michail Petrovich Klodt - Русская графика от А до Я. М.:СЛОВО, 2002. С. 109Online source: Art and Photo, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3236313
Raskolnikow und Marmeladow
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Münzenberg – MZB024 – Frisch gelesene Bücher: Basken, Hunde, Sensationen

Ein kunterbunter Sachbuchmix sei hier kurz auf die Schnelle präsentiert. Halt alles was mir so in den letzten Monaten in die Quere kam. Ach, und hier findet man mich übrigens bei goodreads.

 

 

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Frisch gelesene Bücher: Der Circle

Ein Buch aus der Kategorie der schwergewichtigen Anspruchsverheißungen der jüngsten Jahre. “Der Roman unserer Epoche” prangt auf dem Buchrücken, “jeder muss es lesen” meint Julia Zeh und “Brigitte” hyperventiliert gar mit der Aussage, dass “man sein Smartphone leicht angewidert in die Ecke pfeffert und stattdessen mal wider mit einem Buch ins Bett geht”. Nun, ich, der ich tatsächlich noch jeden Abend mit einem Buch ins Bett gehe, möchte den Versuch unternehmen, den vollmundigen Einschätzungen meiner Vorredner noch ein paar Dinge hinzufügen und versuchen, das Buch etwas unaufgeregter einzuordnen.

circle

Keine Frage, es handelt sich hierbei um ein recht spannend erzähltes und zweifellos eine empfindliche Stelle des Zeitgeists berührendes Werk. Die Möglichkeiten umfassender Transparenz und totaler Ausdeutung des Individuums welche die digitale Revolution mit im Handgepäck führt, ist ein allgegenwärtiges Thema und bleibt bis auf weiteres ein schwer zu kalkulierendes Wagnis für die Entwicklung der modernen Gesellschaft. Ganz im Tenor zur Diskussion des letzten Podcasts kann das hier Heranwogende gleichermaßen als Bedrohung wie als Chance wahrgenommen werden.

In diesem Spannungsbogen arbeitet sich die Geschichte ganz anschaulich ab und stößt auf zahlreiche offene Fragen, die eine Weiterentwicklung der Informationsgesellschaft zwangsläufig aufwirft. Wie weit geht das Recht auf Anonymität? Sollte jede menschliche Aktivität messbar sein? Wo liegt die Grenze zwischen Öffentlichem und Privaten? Kann massive Datensammelei nicht auch kontraproduktiv für wahres Verständnis sein? Und zwischen all dem die stets präsente Frage: Ist all dies in einem kapitalistisch, gewinnmaximierenden Rahmensystem überhaupt auch nur ansatzweise eine gute Idee? Fragen über Fragen, die hier teils ganz gut angeschnitten werden, teils recht grob durchs Dorf getrieben werden. So muten manche Szenarien des 2013 veröffentlichten Buchs oft recht putzig an und lassen sich nur mühevoll mit irgendeiner denkbaren Realität vereinen. So erschien mir der gesamte Roman wie eine Melange aus fein herausgearbeiteter Dystopie mit wenig überzeugenden Versatzstücken aus dem Effektentopf. Auch die ewige Dämonisierung der “bösen” Internetkonzerne erscheint mir hier ein allzu plattes Mittel, welches in dieser Diskussion zwar gerne angewendet wird, die eigentliche Vielschichtigkeit des Themas aber erfolgreich verstellt.

Nichtsdestotrotz doch alles in allem ein lesbares Stück Zeitgeschichtsdestillat über das es sich Nachzudenken und zu Diskutieren lohnt. Der interessanteste Aspekt hieran erscheint mir aber eher die Sichtweise auf dieses Buch in 20-30 Jahren. Werden wir lächeln oder stöhnen?

Münzenberg – MZB016 – Zwischen Wildem Wunder und Blauen Mann

Unser weitester Ausflug im Dienste Münzenbergs bisher. Im so wunderschönen wie verrufenen Elbflorenz traf ich dieses Mal auf Antje um zu plaudern, zu erörtern und dergleichen mehr.

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Warum Münzenberg?

Seit März 2015 erscheint hier in regelmäßigen Abständen ein Podcast unter dem Namen Münzenberg. Die Themen sind so breit gefächert wie die Gesprächspartner unterschiedlich. Ein Experiment, um wenigstens einen Teil jener fruchtbaren und überliefernswerten Diskussionen der vergangenen Jahre einzufangen und einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren. Ein Podcast, so die Idee, würde hierfür das angemessene Format sein, besser als all die Gedanken dieser Gespräche mühevoll zusammenzufassen und beim Versuch sie zu verschriftlichen stets schon beim Versuch zu scheitern. Besagte Gespräche mäandern neben den ewigen Fragen um aktuellpolitische Tendenzen, historische Grundlagen und die Entwicklung der Menschheit im allgemeinen.

Warum nun aber Münzenberg?

Die Namensgebung hat keine monetären Hintergründe und ist auch nicht regional motiviert.

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Wir möchten hiermit an Willi Münzenberg erinnern und im Rahmen unserer Möglichkeiten an dessen Fähigkeit, großen Teilen der Bevölkerung Themen wie Sozialkritik und Aufklärung näherzubringen, anknüpfen. Wir sind der Meinung, dass unsere Zeit mehr münzenbergsche Medienkultur braucht. Undogmatisch, eingängig, mit viel laissez-faire und gern auch einem Schuss Boulevard – so stellen wir uns den Umgang mit den komplexen Themen unserer Zeit vor. Sicherlich haben die Zeiten sich ein klein wenig geändert. Hinter uns steht weder eine stramm organisierte Partei samt rühriger Arbeiterbewegung, auch die aktuell oftmals angemahnten Weimarer Verhältnisse können wir bestenfalls nur in Teilen heute wieder erkennen. Dennoch möchten wir mit dieser Namensgebung die kreative, vermittelnde und aufklärerische Energie des “linksradikalen Vernunftrepublikaners” als Stimulus für diesen Podcast nutzen und wenn uns dies möglicherweise nicht gelingen sollte, so haben wir auf diese Weise zumindest eines bemerkenswerten Mannes gedacht, dem unserer Meinung nach, zu Unrecht ein recht unbeachtetes Dasein in der historischen Endauswertung beschieden ist.

UPDATE (19.10.2017): Auf der mühevollen Suche nach dem passenden Format scheine ich nun seit einigen Sendungen fündig geworden zu sein. Zurück zu den Kernkompetenzen, die muntere Gesprächsrunde sei denen überlassen, die dies beherrschen. Ich lese für mein Leben gern und habe nun auch einen Gesprächspartner gefunden dem dies auch so geht. Daher wird es sich in der Münzenberg bis auf weiteres um Bücher drehen. Genauer, um Bücher, die die meisten vom Namen her kennen, aber die wenigsten gelesen haben. Ich behaupte, dass ein Ansinnen dieser Art unseren Namenspatron durchaus gefallen hätte. Deshalb: lesen, lesen, nochmals lesen!