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Solange wir in Europa blieben, war solch eine Jahresendabrechnung nicht wirklich nötig. So divers und wahnsinnig unterschiedlich sich die Länder und Regionen des Alten Kontinents bisweilen auch gebärden mögen, hinsichtlich der Alltagsmusik wird dann doch überall ein erstaunlich gleichmäßig verrührter Einheitsbrei serviert. Ganz anders verhielt es sich, als wir immer weiter gen Osten vorstießen. Ungewohnte Klänge und Harmonien drangen in unsere Ohren und vermochten es manchmal mühelos, einen guten Teil der Reise mitzugestalten. Musik ist eines der zugkräftigsten Erinnerungsvehikel und da es mir leider nicht vergönnt ist, mittels Düften und Geschmäckern Eindrücke zu übermitteln, nutze ich nun die Möglichkeit, neben Bildern und Worten mit Melodien etwas zu erzählen. Seid daher herzlich willkommen und genießt den einzig wahren „Grand Prix de l’Asievision“ – douze points pour …?
Den Anfang machte ein alter Bekannter, ein sehr alter Bekannter. Irgendwo in Aserbaidschan hörte ich dieses Lied und die Erinnerungsdominosteine klapperten munter über mich hinweg. Dieses Lied von Би-52 kam in „Брат 2“ vor, einem Film der um die Jahrtausendwende herum in Russland irrsinnig populär war. Ich lebte damals in Russland und wurde ebenso in diesen Sog hineingezogen. Fast alle Beteiligten an diesem Soundtrack zu diesem Film wurden schnell elementarer Bestandteil meines Sountracks für diesen Teil meines Lebens und weit darüber hinaus.
Soweit so nostalgisch. Doch auf der anderen Seite des Kaspisees wartete nicht nur endlich wirklich Asien (der Kaukasus ist für mich weiterhin weder Europa noch Asien!) sondern auch der erste originäre Hit dieses Jahres.
„Не бойся“ von Juri Schatunow, eine so schnulzige wie eingängige Schmonzette scholl uns hier aus allen Ecken immer wieder entgegen und ging nach gewisser Zeit nicht mehr aus dem Sinn. Ein Schlager reinsten Wassers, welcher seicht ins Ohr plätschert und dabei jegliche Untiefen meidet. Überrascht stellten wir übrigens bei einer Überprüfung der Personalie fest, dass der vor drei Jahren sehr früh verstorbene Sänger seit 1992 in Deutschland lebte.
Es brauchte lange bis wir auf den nächsten Ohrwurm trafen. Dafür handelte es sich dann um nichts Geringeres als DEN Hit des Jahres. Wir begegneten diesem Lied erstmals auf den Festivals in Kirgistan. Diese familiär wirkenden Veranstaltungen, auf denen sich nie viel mehr als ein paar Handvoll Ausländer die traditionellen Spiele und Fertigkeiten der Einheimischen zeigen ließen, gehörten zu den schönsten Erlebnissen dieser Reise. Hier wurden wir dann auch mehrfach aufgefordert, den einfach anzusehenden, aber schwer nachzuahmenden Tanzstil der Künstlerin nachzueifern. Dennoch versuchten wir es und werden es immer wieder versuchen wenn dieses Lied erklingt.
Wir bleiben in Zentralasien und widmen uns einem etwas schrecklicheren Ohrgewürm. Ich kann hierzu erstmals wenig erzählen. Weder wo ich dieses Lied zum ersten Mal hörte, noch in welchem Zusammenhang. Doch wenn ich es jetzt höre, verbinde ich es mit Zentralasien: trampen, Schaschlik, weiter Blick über majestätische Berge und herzlich lachende, freundliche Menschen…
Und es wurde noch furchtbarer, doch es heißt ja nicht ohne Grund Ohrwurm und Würmer haben ja keineswegs ein rundum angenehmes Image. Doch dieser Song gehört zweifellos in diese Charts denn er verfolgte uns tatsächlich von den Bergen Kirgisistans, über die endlosen Steppen der Mongolei bis in die verzauberten Wälder Japans.
Eilen wir besser weiter und nähern wir uns der ewigen und wunderschönen Mongolei. Bei diesem Lied denke ich zurück an eine zweitägige Trampfahrt in einem LKW durch die unendlichen Steppenweiten und unfassbaren Wolkenwelten. Das Video hierzu sah ich gerade zum ersten Mal und bin gleich noch ein wenig begeisterter. Was für eine Geschichte wird uns denn da bitte erzählt?!
Wir bleiben in der Mongolei. Oder etwa doch nicht? Dieses einfach nur großartige Lied wurde uns als mongolische Oper verkauft, es hieße „Pferdekopflied“ und da gab es natürlich keine Zweifel mehr. Pferde sprachen natürlich eindeutig für die Mongolei. Andererseits klang es schon sehr chinesisch und jetzt wo ich das so zusammen recherchiere und die chinesischen Zeichen sehe… Naja, wer weiß, ist ja auch egal. Einfach nur ein wunderschönes, sphärisches Stück Weltvergessenheit.
Und damit springen wir ohne Erbarmen in die synthetisch-affektierte Welt des, aktuell achso angesagten K-Pops (in China hatte keine Melodie eine Chance denn selbst wenn da was gewesen wäre, wurde sie wahrscheinlich von den Legionen an Boomboxen und Megafonen übertönt). Dieser künstliche Girlie-Hit aber nun, tja, was will man machen? Ohrwurm halt und ich erinnere mich mit ihm an die besten Radwege der Welt!
Und mit diesem an puristischer Simplifiziertheit kaum zu überteffender Schlichtheit wären wir dann in Japan. Natürlich hat dieser Song denkbar wenig mit Japan zu tun, doch lief er einfach überall und ständig, speziell in den Autos, in denen wir hier viel zu oft saßen.
Hatte ich erwähnt, dass ich mit der Künstlichkeit von K-Pop wenig anfangen kann? Nun ist diese Retortenkapelle hier auch nicht ein Ausbund an ungezügelter Kreativität, aber es ist ein Mü erträglicher. Als Ohrwurm gleichermaßen abscheulich.
Und mit dem nachfolgenden Song möchte ich jegliche Verteidigung von J gegenüber K als gegenstandslos betrachten. Was ein horrender Albtraum!
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Das „Chicken Banana“-Lied ist das musikalische Pendant zu diesen schwarzen Quadratbildern, bei denen jeder sagt: Das hätte ich auch malen/singen/texten können.