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- Von tschechoslowakischen Höhen und Tiefen
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- Über idyllische Plattitüden und endloses Grün
- Über das januszipfelige Istrien
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- Reisen nach Zahlen – 100 Tage
- Von einer die auszog das Fürchten zu verlernen
- Der italienischen Reise erster Teil
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- Der italienischen Reise zweiter Teil
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- Reisen nach Zahlen – Tag 200
- Währenddessen in Afrika
- Così fan i tunisini
- Ratgeber:Eisenbahnfahren in Tunesien
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- Reisen nach Zahlen – Tag 300
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- Kleine, feine Unterschiede
- Im Autokorsika über die Insel
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- Mein Drei-Tage-China – der Ersteindrucks-Cocktail
- Wissenssplitter aus dem Reisesteinbruch (24) von Apfel bis Yak
- Willkommen in Stania – die Fantastischen Vier Zentralasiens
- Reisen nach Zahlen – Tag 1200
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- Ratgeber: Südkorea und die besten Radwege der Welt
- Ratgeber: Osaka-Shanghai per Schiff
- Japan – selten so gelacht!
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- Wissenssplitter aus dem Reisesteinbruch (26) Japan-Spezial
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- Vietnam – alles total normal
- Wissenssplitter aus dem Reisesteinbruch (27) von Bangkok bis Zibetkaffee
- Singapur – auf der Insel der Grünseligen
- Kambodscha und Laos – Therapeut und Kurschatten
- Wissenssplitter aus dem Reisesteinbruch (28) von Bintang Persekutuan bis Yang di-Pertuan Agong
- Thailand – selten so daneben gelegen
- Reisen nach Zahlen – Tag 1400
- Wissenssplitter aus dem Reisesteinbruch (29) von Drachenfrucht bis Zhong Kui
- Ratgeber: Eisenbahnfahren in China
- Die fantastischsten Vier
- China – immer ein bisschen zu viel
- Reisen nach Zahlen – Tag 1500
- Wissenssplitter aus dem Reisesteinbruch (30) von Baikal bis Suchbaatar
- Lang lebe die Stanunion!
Was war ich vor gut einem Jahr, nach meiner ersten Reise durch die vier Stans noch einfallslos! „Stania“ taufte ich diese fantastische Region. Ich bitte euch! Stania!!! Als ich nun wieder hier war und mich auf Zentralasien einließ, kam mir erst die Idee es Stanistan zu nennen, aber das zündete auch noch nicht ganz. Doch dann hatte ich es endlich: Die Stanunion, bzw. USA (Union der Stans Asiens)!

Nach all der Abspalterei, dem Kleinklein und der strunzdummen Borniertheit die in den letzten Jahrzehnten die Politik dominiert hat, gönnen wir uns doch endlich mal wieder etwas Größe und Weite. Riskieren wir eine Prise Sinn und etwas Rationalität bei der Staatengründung und Menschenorganisation. Natürlich ist es immer einfacher Bestehendes zu zerstören als Neues aufzubauen, doch ich denke die gegenwärtigen wie herandräuenden Probleme sind in symbiotischen Gemeinschaften schlichtweg besser zu bewältigen als mit nationalistischer Eigenbrötelei. Ich hatte es in meiner ersten Betrachtung der vier Stans vor einem Jahr schon zusammengefasst und auch nach neuerlicher Inspektion des Zentralquartetts bleibe ich bei meiner Analyse:
Wenn man zwischen dem Kaspischen Meer und der Gobi unterwegs ist, ändert sich einiges, von erwartbar bis überrumpelnd, doch wenig davon würde darauf schließen lassen, dass man sich in einem völlig anderen Land befände, eher halt in einem sehr großen. Es ist die Art der Menschen, ihre Offenheit, Herzlichkeit, welche dabei Ähnliches essen, teils die gleiche Musik hören, Feste feiern und Autos fahren. Sie sind, so möchte man sagen, bei allen Differenzen und elementaren Unterschieden aus einem Holz geschnitzt und die große Mehrheit, die wie überall auf dem Planeten, nichts mit den nationalistischen Eierköppen gemein haben, weiß auch darum und sieht es als eine schon immer dagewesene Konstante dieser Gegend an.
„Willkommen in Stania – die Fantastischen Vier Zentralasiens“ (7. Oktober 2025)

Gesamtfläche: ca. 4Mio. km² (etwas kleiner als die EU mit 4,2 Mio. km²)
Gesamtbevölkerung: ca. 82 Mio. (vergleichbar mit Deutschland. Noch! In gut 10 Jahren könnten hier schon 100 Mio. leben)
Natürlich blieben da noch einige leidige Baustellen – klaffende Abgründe und lästige Blockaden ohne Ende, welche diesem visionären Projekt hohnlachend im Wege stehen. Der Großteil der Stans befindet sich aktuell in sehr schlechten Händen, wird von den gleichen gierigen, halsstarrigen Typen verwaltet, welche gerade überall auf der Welt ihr Unwesen treiben und ein vernünftiges Handeln und Agieren auch jenseits der Stanunion erfolgreich hintertreiben. Frustrierende Korruption, kleingeistiger Nationalismus und zänkische Clanmentalität haben dazu geführt, dass ein derart gewaltiger Kultur- und Wirtschaftsraum durch effizeinzabwürgende Grenzen und darau folgenden, irrationalen Regelungen ausgebremst wird.

Konzentrierte ich bei meinem ersten Besuch noch auf die etlichen Gemeinsamkeiten zwischen den Völkern dieser Region und sann dementsprechend über Hintergründe und Ursachen dieser Gemengelage, fiel dieses Mal mein Blick mehr auf all die unnötigen Störfaktoren und die selbstverschuldete Ineffizienz, welche dem Goldenen Kalb der nationalen Unabhängigkeit geschuldet waren. Die kilometerlangen LKW-Schlangen an den Grenzen und die die hieraus resultierenden Kosten für Bürokratie und Sicherheit, die stotternde Energie- und Wasserversorgung eines lange Zeit nahezu autarken, auf die Bedürfnisse der Menschen abgestimmten Systems aus Wasserkraft und Bewässerung. Und das alles nur aufgrund nationalen Eigensinns, mangelhafter Absprachen, bzw. alberner Drohgebärden.
- Wasserkrieg zwischen Kirgistan und Tadschikistan;
- Die fünf wichtigsten Wasserkonflikte in Zentralasien
- Zentralasien braucht ein transnationales Stromnetz
Wasser, Energie, Handel – es ist offensichtlich, nationale Grenzen sind für die wenigsten Menschen ein Gewinn, bringen kaum Vorteile und sind nur für einige Spekulanten und Oligarchen ein Grund zur Freude. Vielleicht überschätze ich nach den paar Monaten durch die Stans es ja enorm und die Gespräche, die ich mit den Menschen hier führte, waren wie durch Zauberhand nur mit durchgedrehten Kosmopoliten zustande gekommen, die nicht repräsentativ für die Stimmung in den Stans steht. Doch sollte dem nicht so sein, habe ich das untrügliche Gefühl, dass es für eine mögliche Vereinigung mit den Nachbarstaaten eine größere Zustimmung gäbe als für den teilweise erstaunlich unpopulären Separatismus, der vor 35 Jahren zur Abspaltung von der Sowjetunion führte. Das ist gar keine so große ideologische oder nostalgische Sache sondern vielmehr die schlichte Sehnsucht nach einem stressfreien und entspannten Leben.
Kasachstan war am 16. Dezember 1991 die letzte Sowjetrepublik die aus dem Staatenverbund ausschied. Vier Tage nach Russland! Könnte daher der Grundstein einer neuen Union vielleicht genau hier in Kasachstan liegen?!
Soweit so gut. Die Analyse steht unumstößlich in der Gegend herum, dringender Handlungsbedarf ist ausreichend und erschöpfend dargelegt. Bleibt eigentlich nur noch die Frage nach der Umsetzung. Letztlich ist diese nur genauso schwierig wie wir sie uns mit allen anderen vernünftigen Vorschlägen machen wollen. Warum zur Abwechslung nicht einfach mal das machen was die Mehrheit der Menschen möchte wenn es denn schon eine so sinnvolle Sache ist?! Ja, ich weiß… Aber wenn man nicht träumt, hofft und absurd klingende Perspektiven aus- und anspricht, haben sie nicht einmal die geringste Chance das Licht der Wirklichkeit zu erblicken.

Kommen wir also zu ein paar pragmatischen Vorschläge für die Umsetzung der Union:
Zumindest die Hauptstadtfrage, letztes Mal noch eine der ungelösten Fragen möchte ich dieses Mal mit leichter Hand abhaken: Türkistan. Eine der ältesten Städte Kasachstan. Sie liegt sie zudem in der Nähe der geographischen Mitte der Stanunion, ist nicht zu groß, gut angeschlossen und noch dazu wunderhübsch. Heute ist Türkistan hauptsächlich bekannt durch seine exzessive Mausoleendichte. Daher ist dies hier auch der wichtigste Pilgerort Kasachstans. Wer dreimal hierhin pilgert hat einmal Mekka gut. Außerdem gilt Türkistan seit dem Beschluss des Türkischen Rats von 2021 als spirituelle Hauptstadt der türkischen Welt. Eine ehrenwerte Eminenz, die sich für den Posten als Hauptstadt doch geradezu anbietet.




Hinsichtlich einer gemeinsamen Sprache bin ich sehr zuversichtlich, dass wir da einen fairen Kompromiss a la Serbokroatisch hinbekommen solten. Als Zweitsprache wird weiterhin Russisch beibehalten. Nicht nur weil weiterhin mit den Russen geredet werden muss, sondern auch weil es dumm wäre, das vorhandene Sprachpotential zu vergeuden. Hinsichtlich der Schrift müssen wir uns definitiv entscheiden. Das ewige Hin- und Her, welches manche Länder hier seit einigen Jahrzehnten praktizieren, bringt uns nicht weiter. Ich würde nach längeren Überlegungen die lateinischen Buchstaben empfehlen. Einfach nur aus der schlichten Erwägung heraus, dass es sich hierbei um die international gebräuchlicheren Buchstaben handelt und man mehr Menschen aus dem Ausland damit entgegenkommt. Da meine Empfehlung aber auch war, bei Russisch als Zweitsprache zu bleiben, müssen die Bürger von Stanunion die Kyrilliza sowieso erlernen. Also eigentlich egal, vielleicht muss sich hier auch nicht entschieden werden solange die Zweischriftlichkeit überall gewährleistet wird.

Was brauch so ein neuer Staat noch außer den Willen gemeinsam zusammenzuarbeiten und sich mit den vorhandenen Ressourcen, wohl geteilt versteht sich, eine schöne Zeit zu machen? Nicht viel mehr würde ich meinen. Währung, Briefmarken, schicke Uniformen, eine mitreißende Hymne und natürlich eine ansprechende Fahne! Ja, da ist noch einiges. Aber ein Anfang ist hiermit gemacht.
Mögen die herrschenden Eliten vor der kommenden Union zittern. Die Zentralasiaten haben nichts zu verlieren als ihre Grenzen. Sie haben eine Welt zu gewinnen.
Zentralasiaten aller Länder, vereinigt euch!“

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