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- Über idyllische Plattitüden und endloses Grün
- Über das januszipfelige Istrien
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- Wissenssplitter aus dem Reisesteinbruch (3) von Basilikata bis Wildschwein
- Der italienischen Reise zweiter Teil
- Der italienische Reise dritter Teil
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- Währenddessen in Afrika
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- Tunesien – auf der Suche nach der Pointe
- Reisen nach Zahlen – Tag 300
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- Fahrradfahren (u.v.m.) wie Gott in Frankreich – erste Eindrücke
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- Ausrüstung für Langzeitreisende – ein paar grundlegende Gedanken
- Wissenssplitter aus dem Reisesteinbruch (8) von Baselstab bis Wasserscheidenkanal
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- Kopfüber durch Portugal und zurück
- Aus dem Reiseplanungslabor: Arbeitskreis Westafrika
- Wissenssplitter aus dem Reisesteinbruch (11) von Azulejos bis Wasserballastbahn
- Meerdeutigkeit
- Wissenssplitter aus dem Reisesteinbruch (12) Von Al-Andalus bis zu den Säulen des Herakles
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- Andalusien – ein Wintermärchen
- Reisen nach Zahlen – 600 Tage
- Wissenssplitter aus dem Reisesteinbruch (14) von Flysch bis Trocadéro
- Rowerem przez peryferie
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- Reisen nach Zahlen – Tag 900
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- Reisen nach Zahlen – 1000 Tage
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- Die fantastischsten Vier
- China – immer ein bisschen zu viel
- Reisen nach Zahlen – Tag 1500
- Wissenssplitter aus dem Reisesteinbruch (30) von Baikal bis Suchbaatar
- Lang lebe die Stanunion!
- Retour: Wie man eine geschlossene Grenze überquert (Wasser-Edition) von Kasachstan nach Aserbaidschan
Es muss wohl im sorglosen April in Laos gewesen sein, als wir uns so langsam Gedanken machten auf welchem Wege wir denn irgendwann mal die Rückreise hinbekommen wollten. Angesichts der nur bedingt verlockenden Flanken im Norden und Süden kam eine wahnwitzige Idee auf: Warum nicht nochmal in Aserbaidschan anklopfen?!
Wir hatten es schließlich schon einmal geschafft. Warum also sollte es nicht noch einmal klappen? Was hatten wir schon zu verlieren?! Ja, was schon außer unserer Geduld!
Gesamtdauer der Verhandlungen: Knapp 5 Monate (vom 23. April 2026 bis zum 11. September 2026).
Anzahl der E-Mails von uns: 16 E-Mails
Anzahl der E-Mails aus Aserbaidschan: 12 E-Mails
Gesamtanzahl der Nachrichten: 28 E-Mails
Videocalls: 1
Definitive und endgültige Absagen: 2
Und ja, es gelang ein weiteres Mal. Aber es war ein hartes Stück Arbeit. Fast ein halbes Jahr kommunizierte ich immer wieder mit den Verantwortlichen (oder denen, die ich dafür hielt!) ob unserer Spezialerlaubnis. In strömenden Regen, peitschenden Wind, gleißenden Sonnenschein – in China, der Mongolei, Russland oder der Stanunion – stets war Aserbaidschan dabei und es hieß hier stets nie den Glauben zu verlieren oder gar den freundlichen und sachlichen Ton.





Hier noch ein Hinweis in eigener Sache: In Hinsicht auf all die Mails, die mich nach dem letzten Mal erreichten, wie wir das denn geschafft hätten?! Die meisten Nachfragen konzentrierten sich hier zumeist darauf, WAS wir geschrieben hätten. Meines Erachtens ist es, abgesehen von einem höflichen Ton, relativ irrelevant WAS man schreibt, sondern eher wie oft.
Form schlägt Inhalt oder Hartnäckigkeit und Beharrlichkeit ist entscheidender als alles andere!
Dabei wurde unsere Geduld dieses Mal jedoch deutlich mehr strapaziert, denn die Hürden waren nach Erhalt des hochnotoffiziellen Einlasscodes noch nicht restlos abgeräumt. Waren bei der Einreise von Georgien im letzten Jahr nur ein paar sehr eindringliche Wiederholungen unsererseits nötig („Ja, wir wissen, dass die Grenze geschlossen ist, aber wir haben eine Sondergenehmigung… Die Grenze ist geschlossen, ahja, aber wir haben eine Sondergenehmigung…) verhielt es sich bei der Wassergrenze etwas anders und erforderte reichlich Sitzfleisch, Geduld und Demut. Weit über 30 Stunden brauchte es bis wir endlich auf einem Schiff mit dem ersehnten Ziel Aserbaidschan saßen.





Und dann kam der Sturm. Der verlängerte die Passage nochmals um stolze zweieinhalb Tage. So kamen wir schlussendlich auf schlappe schlappe 120 Stunden für 400km. Also ungefähr unsere Fahrradgeschwindigkeit und auf jeden Fall die längste Schiffsreise unseres Lebens (vier Nächte auf dem Wasser!) Dank Vollpension und Truckeranimation buchten wir es als die lang ersehnte Kreuzfahrt ab.
Neben der obligatorischen Schiffsbeobachtung im Vorfeld gehört die Wetterbeobachtung ebenfalls zum elementaren Planungsarsenal für eine geschmeidige Wassergrenzenüberquerung.



Und das alles auf einem der verrottetsten Schiffe uf dem wir jemals sein durften. Man hatte zuvor zaghaft nachgefragt ob wir mit diesem Schiff („Professor Gül“) wirklich fahren wollten. Es wäre „ein wenig alt“. Das nächste, die „Zafira Aliyeva“ wäre neuer und dementsprechend deutlich besser. Wir kannten dieses Schiff noch von der Hinreise und konnten das bestätigen. Doch wir dachten uns: Wie schlimm kann es schon sein?! (Und tatsächlich hätten wir noch weit über fünf Tage auf dieses bessere Schiff warten müssen!) Doch als wir den Kahn schließlich nach über einem Tag des Wartens freudetrunken betraten, fiel uns sie Kinnlade hinunter. Ein Geisterschiff! Wir hatten ja schon einiges an heruntergekommenen, gammligen Fährschiffen erlebt, aber das hier schlug definitiv alles bisher Dagewesene.
Wir müssen fliegen schon sehr verachten, Aserbaidschan sehr lieben oder ganz allgemein gewaltig einen an der Klatsche haben.
Und dann waren wir tatsächlich irgendwann da. Am sechsten Tag des Versuchs der Einreise, reisten wir tatsächlich ein. 10 Uhr vormittags dockten wir an. Drei Stunden warteten wir mit den Truckern (worauf auch immer?) dann kam der heikle Moment, die Passkontrolle. Doch der Code wirkte. 13181, jetzt kann ich’s ja sagen. Mehrmals wurde die Mail mit dem Code gesichtet, fotografiert und beäugt. Dann war es soweit: Ein wunderhübscher Stempel mehr, kurz alles abgesattelt und das Gepäck durchleuchten lassen (Zum wievielten Mal wohl auf dieser Reise? Die wirklich interessanten Sachen tauchen in keiner Statistik auf!) Dann gab es noch eine irritierende Kontrolle der Hafen- Security, die doppelchecken musste, ob wir tatsächlich mit dem Schiff angekommen wären wie wir behaupteten.
- Wie man eine geschlossene Grenze überquert – auf dem Landweg von Georgien nach Aserbaidschan
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